Tour de Suisse in Tübach

Im nächsten Jahr ist die Gemeinde Tübach Startort der zweitletzten Etappe der Tour de Suisse. Das grösste Radrennen der Schweiz und mit ihm internationale Radprofis kommen in die Region am See. Das OK hat bereits mit der Planung für den Grossanlass begonnen.
Von Serfaus nach Tübach
Schon lange hat Gemeindepräsident Michael Götte Gespräche mit der Firma IMG, welche die Tour de Suisse organisiert und vermarktet, geführt.
Kurz vor der letzten Tour wurden die Pläne konkreter und anfangs Jahr hat sich das Organisationskomitee um Michael Götte gebildet. Der Etappenstart der Tour de Suisse soll einen Effekt nach innen und aussen haben. «Wir möchten zeigen, dass Tübach keine Schlafgemeinde ist, sondern sehr lebendig ist», sagt Götte. Für den Grossanlass budgetiert das OK etwa 20 000 Franken. Tübach ist Start- und nicht Zielort, weil es von der Infrastruktur nicht möglich wäre, alle Beteiligten zu beherbergen. Die vorherige Etappe endet im österreichischen Serfaus und der ganze «Tross» kommt dann am Samstagmorgen nach Tübach.
Dorffest mit Grossleinwand
Der Etappenstart ist erst der Anfang: «Wir möchten, dass die Leute bleiben, deshalb bauen wir eine Festmeile auf einem Abschnitt der Goldacherstrasse auf. Auf dieser starten auch die Radprofis», erklärt der OK-Präsident. Es sei ein grosser Vorteil für das Fest, dass der Etappenstart an einem Samstag stattfinde. Damit das Fest den Bezug zum Radsport nicht verliert, planen sie, das Rennen auf einer Grossleinwand zu übertragen.
Bei einem solchen Anlass ist die Gemeinde auf die Mithilfe der Vereine angewiesen. Das OK ist zuversichtlich, die Vereinspräsidenten hätten alle gut auf die Anfrage reagiert und der Grossanlass werde ja für die Bevölkerung organisiert.
Knifflige Aufgabe für das OK
Der Startschuss für die Etappe fällt um 12 Uhr. Die Etappe beginnt mit einem 45 Kilometer langen Rundkurs. Die Fahrer durchqueren danach ein zweites Mal Tübach, wo ein Zwischensprint – ähnlich einem Bergpreis – vorgesehen ist. Nach dem Sprint gibt es jedoch keinen Stop, die Tour geht direkt weiter nach Schaffhausen, dem Etappenziel. Die Strecke wird auch durch die Nachbargemeinden Steinach, Horn und Goldach führen sowie Rorschach streifen.
Eine knifflige Aufgabe für das OK ist die Organisation der Parkplätze für alle motorisierten Fahrzeuge. Allein für die Medien müsse man mit etwa 60 rechnen, weiss Michael Götte. Dazu kommen die Fahrzeuge der Sponsoren, der Organisatoren und der Sicherheit. Viel Platzbedarf für die flächenmässig zweitkleinste Gemeinde des Kantons. Sie hätten aber gute Lösungen gefunden, sagt OK-Mitglied und Presseverantwortlicher Philipp Lutz.
Dass die Tour de Suisse nach Tübach kommt, ist laut Michael Götte für die ganze Region ein Gewinn: Fernsehbilder von der Bodenseeregion werden in der ganzen Schweiz zu sehen sein.