Gemeinderat verzichtet auf Glasfasernetz der SAK AG

Der Gemeinderat verzichtet auf das Angebot der SAK AG St. Gallen zur Realisierung eines Glasfasernetzes im Dorf.

TAGBLATT

Damit die Elektrizitätsversorgung der SAK AG ein einzugsfähiges Rohrnetz hätte zur Verfügung stellen können, wären laut Gemeinderat Tübach 912000 Franken nötig gewesen. «Dieser Betrag wäre jedoch lediglich in Tiefbauarbeiten investiert worden, die keinen Nutzen für die Elektra Tübach gebracht hätten», schreibt der Rat im Mitteilungsblatt. Vielmehr hätten gleichzeitige Leitungssanierungen vor Ablauf der ordentlichen Amortisationszeit die Investitionen erneut wesentlich verteuert. Abklärungen zufolge werde die Swisscom AG, wie schon in Nachbargemeinden, ihrerseits ein Glasfasernetz realisieren, das gegenüber der heutigen Infrastruktur deutlich höhere Bandbreiten bieten werde. Der von der Swisscom geplante Ausbau nennt sich Fibre to the Street.

Der Gemeinderat kam nach Abklärungen und Gesprächen zum Schluss, dass sich aktuell ein ungenügendes Kosten-Nutzen-Verhältnis bei doch wesentlichen Investitionen ergibt. Wie bereits in der Vergangenheit würden bei zukünftigen Sanierungsprojekten der Elektra Tübach weiterhin kleine Rohre für den späteren Einzug von Glasfaserkabeln mitverlegt. Der Gemeinderat sei deshalb überzeugt, dass die Elektra mittelfristig – ohne wesentlichen Mehraufwand – eine einzugsfähige Rohranlage bieten kann. In der Zwischenzeit erachte der Rat die Angebote der in Tübach verfügbaren Anbieter Swisscom AG und UPC Schweiz GmbH als ausreichend.

Damit das Know-how der beiden langjährigen Kommissionsmitglieder Gabi Kern und Lidia Bollhalder noch eine gewisse Zeit erhalten und transferiert werden kann, entschied sich der Gemeinderat laut Mitteilung dazu, Lidia Bollhalder um eine Verlängerung ihres Engagements in der Schulkommission anzufragen. Dank einer positiven Antwort muss nun vorerst nur ein Sitz in der Schulkommission neu besetzt werden.

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