Spione und Bestechungsskandale

Die TübNacht ist wieder ein fester Bestandteil der Tübacher Fasnacht. Knallvoll waren die Beizen Sonne, Landhaus und Löwen, als drei Cliquen und drei musikalische Formationen für Stimmung sorgten.

Wen fürchtet Tübach am meisten? Die vier Spione – die Geschwister Rebecca, Christoph und Niklaus Stadelmann sowie Rafael Locher alias d`Jungspünte, die alles rausfinden, was so im Gemeindehaus und in der Feuerwehr läuft oder besser gesagt, schiefläuft? Oder die Plaudertaschen mit dem losen Mundwerken, das «Schüfeli & Bäseli», das Trio Andrea Götte, Sonja Schär und Sonja Kehl, dem nichts entgeht und das zuerst gehörig Staub aufwirbelt, bevor es ihn dann vielleicht wieder wegwischt? Oder sind es doch die spitzen Zungen der seligen Stockenten alias Lena Barletta, Ursula Gschwend, Gabriela Kern und Birgit Koster? Denn wer geglaubt hat, es herrsche endlich Ruhe in Tübach, nachdem die Giftnudeln letztes Jahr Einlass in den Himmel bekommen haben, hat sich gehörig getäuscht. Das Vermächtnis, das Mundwerk der Stockenten ruht nicht weniger spitz in den vier Youtuberinnen.

Drei Cliquen mit losem Mundwerk

Den drei Cliquen entgeht nichts, was im Dorf abgeht. Noch spitziger, noch frecher und noch witziger waren sie dieses Jahr wieder dabei an der TübNacht, als es darum ging, das Dorfgeschehen Revue passieren zu lassen. In Tübach geniesst auch der Gemeindepräsident keine Immunität, genauso wenig wie Kreditwürdigkeit an der Tankstelle in Landquart. Auffällig machte sich Bert Aeberhard mit seinem Marder-Trauma. Als ihm dann auch noch das Malheur mit dem Velo passierte, sah er sich gezwungen, einen Bestechungsversuch zu starten. Leider hat der Gute die Lokalrunden dem falschen Publikum spendiert.

Frauen an die Macht! Dieser Schlachtruf erhalte auch in Tübach! – Dass es bei den Wahlen dann doch nicht klappt, liegt laut bösen Zungen am leisen Stimmorgan der Kandidatin. Dafür wird es ab nächstem Jahr im neuen Hermet Quartier laut: erst sind Kuhglocken und 50 Kinderstimmen angesagt und in ein paar Jahren rund 30 Töffli-Buebe. Was mit dem grossen Adventskranz vor der Kirche wirklich geschah, wissen die drei allwissenden Cliquen doch nicht so genau. Tatsache ist, der Häner Thomas soll schuld sein, dass in Tübach zu Kochens-Zeiten das Licht ausging. Der Sündenbock verteidigt sich und weist auch optisch alle Schuld von sich. Für unzählige Clicks und Schlagzeilen sorgt der erste Tübacherfilm auf YouTube. Geschwungen, nicht geswingt wird im sozialen Dorf, das die grösste Robidog Dichte aufweist.

Feuertaufe für die Tübacher Örgelifäger

Nicht wegzudenken sind die musikalischen Formationen, die bis am frühen Morgen für Stimmung sorgten. Ein Garant für gute Laune ist das HGQ, das Hochgebirgs Quintett. Nicht nur guten Guggesound, sondern auch was fürs Auge boten die Faltäfäger. Musikalisches Debut feierten die Tübacher Örgelifäger, die jüngste Formation die je an einer TübNacht teilgenommen hat. Adrian Granwehr, Sabrina Ammann und Fabio Häner begeisterten vom ersten Takt an mit fetziger Volksmusik, knalligem Outfit und fantasievollen Einlagen. Für die Tübacher heisst es wieder aufgepasst, denn die Spione sind wieder unterwegs, denn bereits heute ist sicher, die nächste TübNacht steigt am 10. Februar 2018.

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