Senioren erreichen ungeahnte Höhen

Nach der Reise auf die Insel Reichenau vor einem Jahr führte der Seniorenausflug am 6. September in die Berge, in die unmittelbare Obertoggenburger Heimat von Gemeindepräsident Michael Götte: auf den Chäserrugg. Ungeahnte Höhe erreichte auch die Zahl der Teilnehmenden. 85 Mitreisende, die sich auf zwei Cars des Arboner Unternehmens Käfer verteilten, bedeuteten laut Götte absoluten Teilnehmerrekord.

FREDI KURTH

Nach der Reise auf die Insel Reichenau vor einem Jahr führte der Seniorenausflug am 6. September in die Berge, in die unmittelbare Obertoggenburger Heimat von Gemeindepräsident Michael Götte: auf den Chäserrugg. Ungeahnte Höhe erreichte auch die Zahl der Teilnehmenden. 85 Mitreisende, die sich auf zwei Cars des Arboner Unternehmens Käfer verteilten, bedeuteten laut Götte absoluten Teilnehmerrekord.

„Hüt gömmer. . .“, der Carchauffeur im vorderen Gefährt hätte sich beinahe versprochen. „Isch gheim“, anworteten die Senioren mit wachem Reflex. Der Bezeichnung „Fahrt ins Blaue“ wurde der Ausflug trotzdem nicht ganz gerecht. Beim Kaffee und Gipfel in Kirchberg, im Toggenburgerhof bei Gastronom Linus Thalmann (auch Kantonsrat und Parteigefährte von Michael Götte), herrschte noch eitel Sonnenschein. Der Aufstieg mit der Drahtseilbahn von Unterwasser zum Iltios und danach mit der Luftseilbahn auf den Chäserrugg (2200 Meter ü. M.) führte aber direkt in eine hartnäckige Nebelwolke. Das hatte immerhin den Vorteil, dass der faszinierende Holzbau der Stararchitekten Herzog und De Meuron durch die Aussicht nicht allzu sehr konkurrenziert wurde. Das war schon eher der Fall, als das flinke Personal das Mittagsmenü servierte. Salat, Hackbraten, Kartoffelstock, Rüebli und Glacé-Kugel Dänemark fanden ebenso allgemeines Lob wie die edlen Tropfen in Rot und Weiss.

Die Bise blies zügig um das neue Restaurant auf den Churfirsten, so dass die Gesellschaft froh war, knapp vor 14 Uhr auf kurzem Weg zur Schwebebahn wechseln zu können. Im Tal nahmen uns wieder die beiden versierten Chauffeure in Empfang und steuerten uns sicher zu einer weiteren erst im April eröffneten Attraktion auf die Schwägalp: Die mächtige Hotelkonstruktion. Aus der Nähe betrachtet wirkt der Koloss weniger wuchtig und grau, als dies auf manchem Foto den Eindruck gemacht haben mochte. Und innen entfaltet der Bau mit Holz- und Kupferelementen sogar rustikalen Charme. Die Gesellschaft teilte sich nun in drei Gruppen: Einige liessen sich im Restaurant nieder, andere gingen auf die Bergbahn-Führung, die meisten liessen sich von Michael Wehrli von der Betriebsleitung durch das Hotel führen. Die Eingangshalle mit Shop, Restaurant und Ticketschalter für die Schwebebahn erinnert in ihrer Längsausdehnung fast eine Flughalle. Etwa drei Meter lange Ketteninstallationen den Lampen entlang wirken als galante Schmuckelemente. Die Technikfreaks erfreuten sich an den gepflegt wirkenden Räumen für die Energie- und Wasser-Installationen, die auch den Wellnessbereich beliefern. Die Küche bewies ihre Leistungsfähigkeit bereits am Schwingfest mit 2500 Fleischvögeln. Die 68 Doppelzimmer, verteilt auf die drei oberen Stockwerke, seien an den Wochenenden fast immer ausgebucht, sagt Wehrli.

Nach dem Nachmittagsapéro ging es von der Schwägalp via Urnäsch, Teufen und St. Gallen bereits auf die Heimreise. Dass die Zeit wie im Flug verging, war dem ideenreichen Reisemanagement mit Michael Götte, Birgit Koster Schöb und den Mitgliedern auf der Gemeindeverwaltung zu verdanken. Seniorinnen und Senioren erwähnten immer wieder auch, die nicht selbstverständliche Grosszügigkeit der Gemeinde, die sämtliche Auslagen übernahm.

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