Schwingt Bösch obenauf?

Der Eidgenössische Kranzschwinger Daniel Bösch tritt am St. Galler Verbandsschwingfest am 21. Mai in Tübach an. Die Konkurrenz ist gross. Den Lokalmatadoren um Christian Scherer aus Mörschwil bleibt nur die Aussenseiterrolle.

TAGBLATT/Christoph Renn

Den Gegner im Sägemehl auf den Rücken zu legen, ist das oberste Ziel der rund 80 Teilnehmer des Buebe- und Abendschwingens des Stadtverbandes St. Gallen und Umgebung am 21. Mai in Tübach. Auf der «Tschuttiwiese» beim Mehrzweckgebäude schwingen die Bösen auf vier Plätzen um den Sieg. Um den Titel spitzt sich laut Marcel Gächter, Präsident des Schwingerverbands St. Gallen und Umgebung und OK-Präsident, ein Vierkampf zu. Es könnte auch ein Duell der Generationen werden. «Mit Daniel Bösch nimmt ein gestandener eidgenössischer Kranzschwinger und Unspunnen-Sieger teil. Konkurrenz erhält er neben den Eidgenossen Michael Bless und Raphael Zwissig vom erst 18jährigen Thurgauer Samuel Giger», sagt Gächter. Erst kürzlich hat der Jungstar am Zürcher Kantonalschwingfest Daniel Bösch im Schlussgang auf den Rücken gelegt. Mit Gerry Süess hätte noch ein weiterer Eidgenosse in Tübach antreten sollen. «Dieser musste jedoch verletzungsbedingt absagen.»

Ein Schwinger aus Untereggen

Ein besonderes Augenmerk liegt am Schwingfest in Tübach auf den Lokalmatadoren. «Vielleicht gelingt ihnen mit der lautstarken Unterstützung der Zuschauer ein Glanzresultat», sagt Marcel Gächter. Vom Schwingverband St. Gallen und Umgebung treten neben dem momentan stärksten Athleten Christian Scherer aus Mörschwil Walter Gschwend aus Untereggen und Fabian Rüegg sowie Sandro Vollmeier, ebenfalls aus Mörschwil, an. Sie müssen sich gegen Schwinger aus dem Appenzeller und dem Thurgauer Kantonalverband sowie aus den Schwingerverbänden Rapperswil und Umgebung, Rheintal-Oberland und Toggenburg messen.

Spektakuläre Gänge

Den Start macht am 21. Mai der St. Galler Nachwuchs. «Wir erwarten rund 150 Buebe der Jahrgänge 2001 bis 2008», sagt Marcel Gächter. Insgesamt wird in vier Alterskategorien mit je zwei Jahrgängen geschwungen. «Ein Besuch beim Nachwuchs lohnt sich bestimmt. Bereits die Jüngsten wissen mit spektakulären Gängen zu begeistern.» Der Wettkampfbeginn ist auf 9 Uhr festgesetzt. Nach den Kleinen folgen die Grossen. Im Anschluss ans Buebeschwinget werden die Aktiven ab 17 Uhr die Sägemehlplätze für sich beanspruchen. Nebst sportlichem Wettkampf bietet das Tübacher Schwingerfest auch neben den Feldern viel Unterhaltung. «Es gibt eine schlagkräftige Festwirtschaft. Zudem tritt die Schweizerörgeli-Gruppe Tübacher Oergelifäger auf, das Bodensee-Alphorntrio kommt mit Fahnenschwinger, und die Handorgelgruppe Moosbänkli-Gruess spielt im Festzelt.» Nach der Rangverkündigung mischen sich die Sportler unter die Partygäste. Mehr Infos auf www.schwingfest-tuebach.ch.

Posted in: