Geschichte

von 1800 bis heute

von 1800 bis 1900

Die Anfänge der Tübacher Schule liegen in der Zeit vor 1800. Das Kloster St. Gallen hatte die Schulhoheit. Es förderte und kontrollierte im Dorf das Bildungswesen. Lange wies dieses sehr bescheidene Formen auf. Die Gründung des Kantons St. Gallen bewirkte vorderhand kaum eine Verbesserung. Noch war die Dorfschule eine rein katholische Angelegenheit. Am 24. September 1848 wurde der erste Tübacher Schulrat bestellt. Mit dem Dorfpfarrer, der noch lange als Schulratspräsident amtete, bewahrte die Kirche ihren Einfluss bis ins 20. Jahrhundert.

von 1900 bis 1950

Bis 1907 stand der Schule das Schulhaus am Dorfplatz (Kirchstrasse 8) zur Verfügung. Im einzigen Raum, den es nebst dem Arbeitsschullokal gab, war die Gesamtschule untergebracht. Wegen der steigenden Schülerzahlen wurde im Jahr 1903 eine zweite Lehrperson angestellt und neu eine Unterstufe (1.-3. Klasse) und eine Oberstufe (4.-8. Klasse) geführt.
Das alte Schulhaus platzte aus allen Nähten. Im Jahr 1906 stimmten die Schulbürger einem Neubau zu. Ein Jahr später konnte das neue Schulhaus „im Hermet“ mit vier grossen Lehrsälen (samt Arbeitsschul- und Religionszimmer) und zwei Lehrerwohnungen eingeweiht werden. Die Unter- und Oberschüler sassen jeweils in einem Schulzimmer, dies waren häufig gegen 40 Kinder. Disziplin und Ordnung prägten die Atmosphäre im Schulunterricht.

von 1950 bis 2000

Zwischen 1958 und 1961 erfuhr das Schulhaus eine Gesamtsanierung. 1972 stieg das Bedürfnis nach weiterem Schulraum und eine Schulhauswohnung wurde zu zwei weiteren Schulzimmern um- und das Lehrerzimmer ausgebaut. Bis 1992 hatte die Raumnot wieder ein neues Ausmass angenommen. Das immer individuellere Schulangebot (z. B. Musikunterricht, Fördermassnahmen etc.) und die kleineren Klassen machten mehr Platz nötig. Die Schulhaussanierung im Jahr 1998, die den Dachstock ins Benutzungskonzept einbezog, brachte die nötige Verbesserung.

Eine Realschule (heute Sekundarschule) gab es in Tübach nie. Während die Mädchen die so genannte Ergänzungsschule in Tübach besuchten, gingen einige Knaben in Rorschach auf die Realschule. 1905 wurde die Realschule Goldach gegründet, welche für die Tübacher Schulkinder wesentlich näher lag. Noch heute absolvieren die Tübacher Schulkinder die Real- und Sekundarschule in Goldach zusammen mit den Jugendlichen aus der Nachbargemeinde. Ebenso wird die Musikschule zusammen mit Goldach geführt.

Die Gründung einer Kleinkinderschule (Kindergarten) erfolgte 1914. In ihr wirkten die Schwestern des St. Josephhauses als Lehrkräfte und Erzieherinnen. 1978 übernahm die Schulgemeinde den nach wie vor auf privater Basis als Verein geführten Kindergarten. Seit 1998 sind die beiden Kindergartenklassen nicht mehr im Dachgeschoss des Schulhauses, sondern in den Seitenräumen der Mehrzweckhalle untergebracht.

Im Jahr 2000 wurden die Schulgemeinde und die politische Gemeinde als Einheitsgemeinde organisiert und die Schulleitung eingeführt. Mit einem grossen Schulfest wurde im Jahr 2007 das 100-Jahr-Jubiläum des Schulhauses gefeiert und dem Schulhaus ein neuer Glanz verleiht. Heute steht der Schule eine gut ausgebaute und zeitgemässe Infrastruktur zur Verfügung. So sind alle Schulzimmer mit einer elektronischen Wandtafel ausgerüstet und für die Schülerinnen und Schüler steht ein Computerzimmer bereit. Derzeit besuchen in Tübach rund 30 Kinder den Kindergarten und ca. 90 Kinder die Primarschule. Im Sommer 2009 wurde die integrative Schulform eingeführt und zur Unterstützung des Teams eine Schulische Heilpädagogin angestellt. Weiter werden ein Mittagstisch und eine Spielgruppe angeboten.