Mehr Sitzplätze für Pendler

Am 9. Dezember ändert der Fahrplan. Im Fernverkehr Richtung Zürich sind neu Züge bis zu 400 Meter Länge und 1300 Sitzplätzen möglich. Viele Fahrpläne von Bahnen und Bussen ändern sich, und damit die gewohnten Abfahrtszeiten. Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick.

TAGBLATT

Mit dem Fahrplan 2019 verkehren zwischen Zürich und St.Gallen von Montag bis Freitag während der Hauptverkehrszeiten neu vier Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung. Im Thurgau bringt der neue Fahrplan die grössten Änderungen seit Einführung des Taktfahrplans im Jahre 1982. Die leicht kürzeren Fahrzeiten der Schnellzüge Zürich–Romanshorn und Zürich–Konstanz führen zu Änderungen der S-Bahn-Fahrpläne. Dies wieder­um erfordert umfangreiche Anpassungen bei den regionalen Buslinien. Es kommt auch im Regionalverkehr zu Verbesserungen.

Regioexpress verlängert

Die vor drei Jahren eingeführte schnelle Verbindung zwischen den Städten St.Gallen, Kreuzlingen und Konstanz verkehrt neu von 6 bis 21 Uhr stündlich. Die Linie wird bis Herisau verlängert. Die Fahrzeit Romanshorn–St.Gallen beträgt nur 18 Minuten. Aufgrund des geänderten Fahrplankonzepts im Kanton Thurgau verschieben sich die Abfahrten um jeweils etwa 15 Minuten. Die Bahnhaltestelle Gübsensee mit zuletzt noch drei Ein- und Aussteigern je Tag kann ab dem Fahrplanwechsel nicht mehr bedient werden.

S-Bahnen

Mit der Einführung des neuen Angebotskonzepts im Kanton Thurgau verschieben sich die Abfahrtszeiten der S8 St.Gallen–Romanshorn und S7 Rorschach–Romanshorn um 15 Minuten. Die Ankunft und Abfahrt der S2 St.Gallen–Altstätten verändern sich in Altstätten im Minutenbereich. Die Busanschlüsse Richtung Oberriet–Rüthi sind weiterhin gewährleistet.

Stadt St.Gallen

Das städtische Busnetz in St.Gallen wird neu nummeriert und erhält neue Linienführungen und Verknüpfungen. Punktuell wird das Angebot ausgebaut. Die Abfahrtszeiten der Regionalbusse werden an die geänderten Bahnfahrpläne angepasst. Dank überlagerter Linien erhalten Tübach und Steinach einen Viertelstundentakt Richtung St.Gallen.

Gossau, Andwil

Die Abfahrtszeiten der S5 ändern leicht. Neu hält jeder Zug am Bahnhof Arnegg. Die Buserschliessung von Andwil wird angepasst und ausgebaut. Für die Gemeinde Waldkirch verändert sich die ÖV-Verbindung in Richtung St.Gallen. Anstatt via Engelburg bestehen neu in Wittenbach Anschlussmöglichkeiten auf die S-Bahn und den Stadtbus.

Appenzeller Bahnen

Mit der Inbetriebnahme des Ruckhaldetunnels verkehren die Züge zwischen Appenzell–Teufen, St.Gallen und Speicher–Trogen als durchgehende Linie. Die Verkehrszeiten ändern. Ab dem 18.März 2019 verkehren zwischen Teufen und St.Gallen morgens und abends mehr Züge. Um in Gais weiterhin gute Anschlussverbindungen Richtung Altstätten Stadt anbieten zu können, ändern auch dort die Verkehrszeiten. Das Busangebot im Appenzeller Vorderland und der Knoten Heiden werden an die neuen Bahnfahrpläne angepasst.

Uznach–Gommiswald

Das Busangebot zwischen Uznach und Gommiswald wird ausgebaut sowie systematisiert: Die Buslinie 632 wird zu den Hauptverkehrszeiten Montag bis Freitag zwischen Uznach und Uetliburg, Giegen zum Halbstundentakt ausgebaut. Die Linien 632 und 633 verkehren abends länger. Dafür wird der heutige Abendrundkurs 634 eingestellt.

Obertoggenburg

Im Abschnitt Wattwil–Wildhaus werden bei der Buslinie 790 die Abfahrtszeiten angepasst. Neu besteht am Bahnhof Nesslau ein schlanker Anschluss zur Bahn. Somit verkürzt sich die Reisezeit zwischen Wattwil und dem Obertoggenburg um rund 9 Minuten.

Region Wil

Die Abfahrtszeiten der Buslinien werden an den neuen Bahnfahrplan angepasst. Punktuell wird das Angebot ausgebaut. Die Buslinie nach Gähwil verkehrt neu bis 23 Uhr im Halbstundentakt mit Zusatzkursen von Montag bis Freitag zur Hauptverkehrszeit nach Kirchberg. In Flawil und Uzwil ergeben sich grössere Veränderungen bei der Buserschliessung. Die Haltestelle Maestrani wird neu im Halbstundentakt bedient.

Stadt Wil

Die Stadtbuslinien 701 bis 704 werden von Montag bis Freitag tagsüber auf den durchgehenden Viertelstundentakt ausgebaut. Damit können am Bahnhof Wil alle Anschlüsse an die Züge gewährleistet werden.

Kanton Thurgau Fernverkehr

Die Fernverkehrszüge IC8 Zürich–Romanshorn werden beschleunigt. Die Umsteigezeiten in Romanshorn Richtung Rorschach und Richtung Kreuzlingen werden kürzer. Daraus resultiert ein Reisezeitgewinn von rund 15 Minuten.

S-Bahnen

In Rorschach besteht ein guter Anschluss von der S7 an den IR13 nach Chur. Dar- aus resultiert ein Reisezeitgewinn bis zu 15 Minuten.

Die S7 Romanshorn–Rorschach verkehrt um 15 Minuten verschoben.

Die S7 Rorschach–Romanshorn–Weinfelden verkehrt ab Romanshorn nach Weinfelden neu nur mit Halt in Amriswil.

Die S10 Wil SG–Weinfelden–Romanshorn verkehrt Montag bis Freitag von 5 bis 20 Uhr durchgehend im Halbstundentakt mit Halt an allen Bahnhöfen. Übrige Zeiten im Stundentakt.

Die S8 Schaffhausen–St.Gallen verkehrt um 15 Minuten verschoben.

Die S8 Schaffhausen–Romanshorn–St.Gallen fährt alle 30 Minuten direkt weiter als S1 nach Gossau, Flawil, Uzwil und Wil.

Fährverkehr

Die Fähre Romanshorn–Friedrichshafen verkehrt um 15 Minuten verschoben. Damit kann in Romanshorn der Anschluss an die Fernverkehrszüge deutlich verbessert werden.

Auch Das wird neu

Die Ostschweiz wird besser mit der Zentralschweiz verknüpft.

Die Fernverkehr-Dosto-Züge von Bombardier verkehren ab dem Fahrplanwechsel auf der Ost-West-Achse zwischen St.Gallen, Zürich, Bern und Genf-Flughafen. Die Länge ist variabel. Neu sind Züge bis zu 400 Meter Länge mit bis zu 1300 Sitzplätzen möglich.

Fernverkehr-Dosto-Züge werden auch als Interregio auf der Strecke zwischen Basel, Zürich, St.Gallen und Chur eingesetzt.

Alle Fernverkehrszüge werden integral von Zugpersonal begleitet.

Auf allen Intercity- und Eurocity-Zügen steht von 6.30 bis 21 Uhr ein Catering-Angebot zur Verfügung.

Aufgrund von Bauarbeiten in Deutschland rund um die Elektrifizierung auf der Strecke (Zürich–St.Gallen–)Lindau–München wird das Eurocity-Angebot von vier auf drei Zugpaare pro Tag reduziert. Dafür werden die Intercity-Busse ausgebaut: Die Fahrzeit verlängert sich damit um rund 20 Minuten.

 

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