Max und Moritz im Zügelstress

Tübachs Schulkinder haben vielleicht Glück. Sie durften nicht nur zwei Tage früher in die Sportferien, nein, sie bekommen nach den Ferien auch noch mehr Platz.

TAGBLATT Corina Tobler; Bilder Ruedi Hirtl

Tübachs Schulkinder haben vielleicht Glück. Sie durften nicht nur zwei Tage früher in die Sportferien, nein, sie bekommen nach den Ferien auch noch mehr Platz. Schulhaus Max bringt drei neue Schulzimmer, drei Gruppenräume und ein neues Lehrerzimmer, so dass die Platznot im «alten» Schulhaus Hermet bald der Vergangenheit angehört. Die Kindergärtler ziehen im Februar bei Moritz ein, wo zwei nigelnagelneue Klassenzimmer inklusive erhöhter Ruheecke warten. Und das Beste an der Sache: Die Kinder müssen nichts selber einräumen. Das Zügeln übernehmen seit gestern die Lehrkräfte, zusammen mit Werkhof-Mitarbeitern und Lehrlingen der Firma Alpiq aus St. Gallen. Letztere sind laut Geschäftsführer Marcel Zweifel jedes Jahr anlässlich eines Lehrlingsprojekts sozial engagiert. Eine lohnende Sache für die Gemeinde, denn statt eine teure Zügelfirma engagieren zu müssen, kann sie die Alpiq-Lehrlinge mit Kinogutschein und Mittagessen entlöhnen.

Doch Gemeindepräsident Michael Götte, der sich inmitten der Zügelschachteln und halb zusammengebauten Ikea-Gestellen ein Bild von der Situation macht, ist nicht nur deshalb bestens gelaunt. «Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Mittelstufenschüler haben im neuen Schulhaus genug Platz, und die ehemaligen Schulzimmer im können zu Gruppenräumen umgenutzt werden. So sind von Anfang an alle Räume in Gebrauch.» Das soll auch bald auf das zurzeit noch karge, weil rasenlose Aussengelände zutreffen. Die neue Fussballwiese hangaufwärts erhält kommende Woche einen Zaun, und rund um Max und Moritz stehen Spielgeräte bereit. Die Kinder können kommen. Nur noch nicht heute und morgen. Denn zuerst müssen die Lehrkräfte noch kistenweise Ordner, Bücher und Büromaterial in die neuen Zimmer räumen.

Das ganze Team packt mit an. Wer nicht selbst zügelt, hilft im Lehrerzimmer oder bei Kollegen aus. Besonders viel Arbeit haben die Kindergärtnerinnen. So wird Tabea Walder noch bis Dienstag mit Einräumen und Dekorieren beschäftigt sein. «Dann muss aber Schluss sein. Am Mittwoch geht’s auch für mich ab in die Ferien.»

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