Kicken für die Kleinsten

TÜBACH ⋅ Ob Fussball, Reiten oder Tanzen: Die dritte Woche der Herbstferien hat es in sich. Auf der Sportanlage Kellen toben sich Kinder im «Move Ya»-Feriencamp beim Sport spielerisch aus.

 

Auf der Sportanlage Kellen geht es in diesen Tagen wild zu. Rund 200 Kinder trainieren hier in verschiedenen Sportarten im Rahmen der «Move Ya»-Feriensportwoche, was das Zeug hält. Von Fussball über Tennis, Hip-Hop Tanz, Reiten, Unihockey, Badminton, Selbstverteidigung bis hin zu Fitness und Schach bekommen die Kleinsten hier etwas geboten. In einzelnen Gruppen trainieren die Buben und Mädchen im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren auf dem gesamten Gelände der Sportanlage. In den Hallen spielen sie Hockey und Tischtennis. Ponyreiten wird an zwei weiteren Standorten in der Umgebung ­angeboten. Das Sportcamp findet in diesem Jahr zum vierten Mal in Goldach und Tübach statt. Fussballspielen steht in diesem Jahr zum zweiten Mal auf dem Veranstaltungsplan. Organisiert wird der Ferienspass in Kooperation von «MS Sports» und dem Verein «shortbeat» Goldach.

Lokal trainieren mit den Profis

In erster Linie ist die Sportwoche für Buben und Mädchen mit den Jahrgängen 2002 bis 2011 aus den Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg, Goldach, Unter­eggen, Mörschwil, Horn, Tübach und Steinach gedacht.

«Wir wollen damit etwas sehr Lokales, ohne grossen Anfahrtsweg für die Kinder aus der Umgebung schaffen», erklärt Organisator Simon von Bergen. Gemeinsam mit Philipp Domeisen leitet er das Camp. Beide sind über die grosse Teilnehmerzahl in diesem Jahr erfreut. «Letztes Jahr waren es rund 160 Kinder. In diesem Jahr sind es schon 200. Das ist toll», freut sich von Bergen. Der studierte Sportlehrer und Sportwissenschafter spielte selbst mehrere Jahre in der 1. Mannschaft des FC Interlaken (2. Liga regional). Seit 2016 fördert er nun als festes Mitglied der Sportagentur «MS Sports» die kleinsten Nachwuchssportler. Von den rund 200 Kindern ist allein die Hälfte beim Fussball dabei – ausschliesslich Buben. «Das soll aber die Mädchen für kommendes Jahr keinesfalls davon abhalten, sich auch beim Fussball anzu­melden», fügt Simon von Bergen hinzu. «Das ganze Projekt soll für jedermann wie eine Art Schnuppertraining dienen. Ganz gleich, welchen Geschlechts.»

In den anderen Sportarten sind die Geschlechter gleichmässiger verteilt. An vier von fünf Tagen steht bei den Mini-Sportlern in dieser Woche ein straffer ­Trainingsplan auf dem Tages­programm. Heute gibt es dann zum krönenden Abschluss ein grosses Turnier, bei dem die einzelnen Gruppen gegeneinander antreten. Auch für das leibliche Wohl der Nachwuchssportler ist gesorgt. Zwischen den Trainingseinheiten gibt es an jedem der Tage für alle 200 Kinder ein gemeinsames Mittagessen in der Sporthalle in Tübach. «Nur dank tatkräftiger Unterstützung unserer treuen Sponsoren können wir die Preise für unsere Sportcamps so gering halten», erklärt Philipp Domeisen. «Es ist uns wichtig, ­allen Kindern eine Teilnahme am Ferienspass zu ermöglichen. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Status.» Neben einem warmen Essen pro Tag und jeder Menge Spiel und Spass bekommen die Kinder ausserdem ein komplettes Trainings-Outfit und einen Fussball, den die jungen Ballkünstler am Ende der Woche mit nach Hause nehmen können.

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