Im Innern von Max und Moritz

Die Fassade ist fertig, an seinen Innereien wird intensiv gearbeitet. Max gedeiht. Der zweistöckige Neubau westlich des bestehenden Primarschulhauses Hermet beherbergt im Obergeschoss zwei Schulzimmer und ein Werkzimmer mit Seesicht sowie drei Gruppenräume. Im Erdgeschoss entstehen nebst Eingangsbereich mit Trinkbrunnen ein Lehrerzimmer, WCs und Hauswarts-Räume.
Staub in Max, Holz in Moritz
Die Bauarbeiter haben alle Hände voll zu tun. Einer verteilt Mörtel auf den Wänden der Toilettenräume und kleidet sie mit Plättchen aus. Zwei weitere sind mit der Decke des Erdgeschosses beschäftigt, wieder andere wirbeln nach getaner Arbeit mit ihren Besen Staub auf. Gemeindepräsident Michael Götte beobachtet das emsig-konzentrierte Treiben zufrieden. «Vor Weihnachten sollten alle Bauarbeiten abgeschlossen sein und die Bauführung den Schlüssel an uns übergeben», sagt er. Einzige grössere Pendenz sei die Vergabe der Möblierung.
Das gilt nicht nur fürs Schulhaus Max, sondern auch für den neuen Kindergarten Moritz – die Namen stammen aus dem Siegerprojekt des Architekturbüros Nägele Twerenbold. Moritz ist einstöckig, ebenfalls L-förmig und fasst zwei einander sehr ähnliche Kindergarten-Zimmer, die je eine Garderobe im Vorraum erhalten. Abgesehen von den Toiletten werden alle Räume mit Holz ausgekleidet. Zudem verfügen beide Klassenzimmer über einen begehbaren erhöhten Teil. «Dieser wird mit einem Geländer abgesichert. Die Idee ist, dass dort oben eine Art Ruhezone entsteht. Dies haben wir nachträglich eingebaut, im Modell war das nicht enthalten», so Götte.
Nicht nur innen, sondern auch aussen sind Arbeiten im Gang. Ein Bagger hat soeben den Verbindungsweg vom Kindergarten zum neuen Schulhaus erstellt. Wie die beiden Gebäude ist auch der Weg rollstuhlgängig. Die Gestaltung des Geländes ist noch offen. «Insgesamt steht mehr Fläche zur Verfügung als vorher. Dies auch, weil wir anders als vorgesehen keine Verbindung zwischen Max und dem bestehenden Schulhaus erstellen liessen. Es wäre ein architektonisches Störelement gewesen», begründet Götte.
247 000 Franken für Spielwiese
Zurzeit läuft die Detailplanung für die Aussengestaltung. Sicher ist, dass der Kindergarten-Bereich abgetrennt wird. Dessen Aussenfläche soll, wenn es nach dem Willen des Gemeinderats geht, noch etwas wachsen. Die Gemeinde will nämlich von Xaver Josuran die 777 Quadratmeter grosse Wiese südlich von Moritz erwerben. «98 Quadratmeter dieser Wiese sollen dem Kindergarten-Grundstück zugeteilt werden. Damit gehen wir auf die Kritik aus der Bevölkerung ein, es sei rund um den Kindergarten zu eng.» Der andere Teil, so Götte, soll eingeebnet und als Fussballwiese genutzt werden. Die Gestaltung der ganzen Wiese und die 98 Quadratmeter fürs Kindergarten-Grundstück kosten zusammen 247 000 Franken. Der Beschluss über diesen Zusatzkredit liegt noch bis Ende Oktober öffentlich auf und untersteht dem fakultativen Referendum.
Vor den Sportferien sind Zügeltage eingeplant, damit Max und Moritz aufs zweite Semester hin in Betrieb genommen werden können. Die offizielle Einweihungsfeier findet indes erst im Sommer statt. «Wir brauchen etwas Zeit, weil wir etwas Grösseres auf die Beine stellen und die Kinder einbinden wollen», begründet Götte.

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