Im Bann von «Max und Moritz»

Der Neubau «Max und Moritz» ist eingeweiht. Die Gemeinde Tübach feierte am Samstag ihr neues Schulhaus und die neuen Kindergärten. Wenn auch Petrus nicht so recht mitmachen wollte, der Zustrom zu den Feierlichkeiten war gross.

TAGBLATT / Fritz Heinze

Zögerlich fanden sich um 10 Uhr die Gäste zum Fest auf dem Platz zwischen dem alten Schulhaus und dem Neubau ein. Das Wetter war wenig einladend und Gemeindepräsident Michael Götte erwähnte in seiner Ansprache, dass er davon ausgegangen sei, dass an diesem Termin alle Gäste im T-Shirt kommen könnten und nicht nur die Akteure. Doch was kann das Wetter die feierlichen Momente stören. Das 4,9 Mio-Franken-Projekt ist unter Dach und Fach. Ganz Tübach war «Max und Moritz», stand ganz im Zeichen der beiden Schlingel. Die Wichtigkeit des Anlasses unterstrich die Tatsache, dass Vertretungen aller benachbarten Gemeinden anwesend waren, die der Gemeinde Tübach Gutscheine für die Anschaffung von Spiel- und Sportgeräten überreichten.

Eine Punktlandung

Einen Blick in die Vergangenheit vor 20 Jahren warf Michael Götte in seiner Ansprache. Damals war Kurt von Mentlen Schulratspräsident und stellte fest, dass der Platz im Schulhaus knapp wurde. Dies hatte die Gemeindeleitung über die Bücher gehen lassen. 2013 wurde der Baukredit von 4,99 Mio. Franken gesprochen. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten zeigt sich Götte zufrieden mit dem Ergebnis, das belegt, dass ein Schulhaus und ein Kindergarten unter fünf Mio. Franken gebaut werden können. Nach der provisorischen Abrechnung kämen die Kosten von 20 000 Franken günstiger als geplant, so Götte. Allerdings erwähnte er die Änderung im Verlauf der Realisierung. Von Xaver Josuran sei ein weiteres Stück Land hinter dem Kindergarten dazugekauft worden. Heute bestätige sich dies als richtig. Nicht nur aus finanzieller Sicht waren «Max und Moritz» eine Punktlandung, auch der Termin der Fertigstellung wurde eingehalten. Diesen nimmt René Latzer, Präsident der Schulkommission, zum Anlass, zurückzutreten. «Wir haben seit vier Jahren diesen Tag herbeigesehnt. Seit meiner Amtsübernahme 2011 sind die Platzfrage und der Neubau das zentrale Thema. Ich bin stolz darauf, dass wir das gemeinsam erreicht haben.»

Erfolg mit Witwe Bolte und Co.

Es war ein Fest der Schülerinnen und Schüler. Involviert war das gesamte Lehrpersonal mit den Mädchen und Buben. 400 Gäste fanden sich zur Aufführung des Musicals «Max und Moritz» in der Mehrzweckhalle ein und am Abend vorher, bei der ersten Vorstellung, nochmals 200 Gäste. Lehrer Roman Bischof, Hauptinitiator des Musicals, feierte mit seinem Team und den Schülern mit der Geschichte von Wilhelm Busch und Witwe Bolte, Lehrer Lämpel und Meister Böck einen Erfolg. «Gemeinsam mit Cornelia Gerschwiler wurde in der vergangenen Woche am Musical gearbeitet», sagte Bischof. Die Jugendlichen waren im Rahmen der Sonderwoche ausserdem beschäftigt mit der Erstellung der Kulissen und dem Material, das für die Stände im Freien benötigt wurde, an denen am Einweihungstag Gelegenheit für Spiele geboten wurde.

Für Adrian Twerenbold von der Firma Nägele Twerenbold, Architekten eth/sia, die mit dem Projekt «Max und Moritz» den Wettbewerb gewonnen hatte, waren die gestellten Bedingungen nicht einfach. «Wir mussten das bestehende Schulhaus in die Planung mit einbeziehen und vor allem auch die über 100jährige Linde, die zwischen dem Schulhaus und dem Kindergarten steht», sagte der Architekt. Der Baum setzte Emotionen frei. Sein Weiterbestand fand sich in den Wettbewerbsbedingungen. Twerenbold erwähnte auf dem Rundgang zudem, dass die Einsetzung von Schallschutzfenstern auf der Strassenseite vorgeschrieben sei. Für das Wohl der Schule, der Besucher und der Gemeinde ergriff Pater Peter Meier das Wort, der zum Thema Lernen und im Speziellen über Freude, Freundschaft und Zuverlässigkeit sprach, ehe er die Anlage segnete.

Link zum Musical Max & Moritz

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