Gemeinderat entscheidet über Vermögen

TAGBLATT

Der Gemeinderat hat sich kürzlich zur jährlichen Klausurtagung im Startfeld St. Gallen getroffen, heisst es im Mitteilungsblatt. Startfeld ist ein Netzwerk für Innovationen und Startups in der Region. Zahlreiche Jungunternehmer arbeiten in den Räumlichkeiten des Startfelds an ihren Geschäftsideen und beruflichen Zukunftsperspektiven. In diesem Jahr beschränkte sich der Rat auf einen Tag und befasste sich am Vormittag intensiv mit dem neuen Rechnungsmodell RMSG/HRM2, das per 1. Januar 2019 eingeführt werden muss.

Gemeinsam mit Gianmarco Zanolari von der BDO AG wurde im Rahmen eines Workshops der

Handlungsbedarf der Gemeinde Tübach erörtert und die nötigen Beschlüsse vorbereitet. Der Gemeinderat hat mehrere Grundsatzentscheide zur Bewertung der Aktiven sowie zur Nutzungsdauer des Gemeindevermögens zu fällen, heisst es weiter. Er wird dies anlässlich der nächsten ordentlichen Sitzung tun.

Stille Reserven sind nicht mehr zulässig

Die wesentlichsten Unterschiede zum bisherigen Rechnungsmodell liegen in der Bewertung des Gemeindevermögens. Beim Verwaltungsvermögen ergeben sich zum Teil längere Abschreibungszeiträume. Bisher war das Verwaltungsvermögen meist schon vor dem Ende seiner Nutzungsdauer abgeschrieben. Was wiederum zu stillen Reserven führte, welche aus Transparenzgründen neu beim Modell RMSG nicht mehr zulässig sind.

Anschliessend informierte Theo Hutter, Leiter der Fachstelle für Statistik im Kanton St. Gallen, den Gemeinderat über Tübachs Kennzahlen. Einigen Fakten war man sich bewusst, doch dass Tübach in Vergleichen Extremwerte aufweist, wurde erst anhand des Vortrags ersichtlich: Mit 18,8 Geburten pro 1000 Einwohner war die Gemeinde 2017 gar kantonaler Spitzenreiter. Auch hat Tübach die tiefste Sozialhilfequote im Kanton.

 

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