Frohnatur übernimmt Kellen-Beiz

Anita Eugster wird ab 1. Februar für den FC Rorschach-Goldach 17 im Kellen-Restaurant wirten. Die Sirnacherin ist seit über 20 Jahren im Gastrobereich tätig. Sie verspricht ein Angebot für ein breites Publikum.

TAGBLATT

Anita Eugster strahlt gestern Mittag mit der Sonne um die Wette, als sie vor dem Restaurant auf der regionalen Sport- und Erholungsanlage Kellen steht. «Es ist einfach toll hier und es wird mit Bestimmtheit auch Spass machen, hier zu arbeiten», sagt die 49-jährige Sirnacherin, die der Liebe wegen vor fünf Jahren in die Region zog und heute in Rorschacherberg wohnt und lebt.

Bezüglich Freizeitanlagen weiss sie, wovon sie spricht. Sie war schon in Schwimmbädern, Eishallen und Bowlingcentern als Wirtin tätig. «Dort, wo Menschen ihre Freizeit verbringen, haben sie in der Regel auch gute Laune. Das wirkt sich dann auch positiv auf die Stimmung in den Restaurants aus.»

Noch stehen Konzept und Öffnungszeiten nicht fest

Bis Ende Jahr war Anita Eugster in einem Café in der Region tätig, davor wirkte sie unter anderem als Pächterin der «Traube» in Bussnang. Mittlerweile kann sie auf eine über 20-jährige Karriere im Gastrobereich zurückblicken. Wie Speisekarte und Öffnungszeiten auf der Kellen in Tübach genau aussehen werden, kann und will sie beim Gespräch gestern aber noch nicht verraten. «Ich bin momentan zusammen mit dem FC noch daran, das Konzept auszuarbeiten.»

Fix sei aber bereits, dass das Restaurant mit seinem Angebot ein breites Publikum ansprechen wolle. Über Mittag könne sie sich beispielsweise ein Schöpfmenu vorstellen. Selbstverständlich werde das Restaurant auch ausserhalb von Trainingszeiten und Meisterschaftsspielen des FC geöffnet sein. Gemütliche Jassrunden seien ebenso willkommen, wie Kindergeburtstage. Grundsätzlich könne das Lokal ab dem 1. Februar für Anlässe gemietet werden. «Ich bin nicht vorbelastet und möchte zusammen mit dem FC etwas bewegen.» Anita Eugster spricht damit den Umstand an, dass sie vom Knatsch um die Pachtvergabe des Restaurants auf der Kellen nichts gewusst habe. Stellt sich die Frage, wieso nun ausgerechnet sie dort wirten wird? «Ich bin im Sommer mit meinem Hund dort vorbeispaziert und habe mich gewundert, dass ich nichts trinken konnte, weil das Restaurant trotz schönem Wetter geschlossen war. Später habe ich dann die Ausschreibung für die Pacht in der Zeitung gesehen und auch gelesen, wie sich das Ganze entwickelt hat», so Eugster.

Beiz muss auch Geld für den FC generieren

Interesse, das Restaurant als Pächterin selbst zu betreiben, habe sie nicht gehabt. Allerdings habe sie die Aufgabe an sich gereizt, weshalb sie mit FC-Präsidenten Markus Hundsbichler Kontakt aufgenommen habe. Mit dem Resultat, dass sie Anfang Februar im Angestelltenverhältnis und in enger Zusammenarbeit mit dem FC ihre Aufgabe als Wirtin in Angriff nehmen wird.

Beim FC ist man froh, eine professionelle Lösung gefunden zu haben. «Wir haben immer betont, dass es auch unser Anliegen ist, die öffentlichen Interessen und Bedürfnisse abzudecken», sagt Hundsbichler. «Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Anita Eugster jemanden engagiert haben, der dies auch umsetzen kann.» Er macht keinen Hehl daraus, dass unter dem Strich Geld für die FC-Kasse übrig bleiben muss. «Wir haben selbstverständlich einen entsprechenden Businessplan gemacht. Über genaue Zahlen möchte ich nicht reden. Wir sind aber überzeugt, dass es finanziell wie erhofft für uns aufgehen wird.»

Bild: Anita Eugster freut sich auf ihre Aufgabe als Wirtin im

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