Feuer und Flamme für die Musik

Am Samstag lädt die Musikgesellschaft Tübach-Horn zur Abendunterhaltung «Füür und Flamme» ein. Das Konzert ist die Feuerprobe für den neuen Dirigenten Arthur Maldoner. Der Österreicher gibt seit September in Tübach den Takt an.

TAGBLATT / Linda Müntener

Wenn Arthur Maldoner dirigiert, tut er das mit seinem ganzen Körper. Er bewegt sich im Takt, drückt die Musik durch seine Mimik aus, lässt sie greifbar werden. Mit viel Leidenschaft feuert er die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Tübach-Horn während der Probe an. Feurig soll es auch am kommenden Samstag werden. Dann gibt die Musikgesellschaft ihre Abendunterhaltung unter dem Motto «Füür und Flamme» zum Besten – und Arthur Maldoner seinen offiziellen Einstand als neuer Dirigent.

Per Zufall zur MG Tübach-Horn

Seit September 2014 dirigiert Maldoner, der aus Alberschwende im Bregenzerwald kommt, die Musikgesellschaft Tübach-Horn. Auf das Inserat sei er zufällig im Internet gestossen. Mit einem Probedirigat hat er den Verein von sich überzeugt. Damit tritt der Österreicher die Nachfolge von Charly Piller an, der seinen Dirigentenstab nach sieben Jahren abgegeben hat. Piller hat die Musikgesellschaft Tübach-Horn sieben Jahre lang stark geprägt und aus einer unscheinbaren Dorfmusik eine attraktive Blaskapelle gemacht – kein einfacher Start für den neuen Dirigenten Maldoner. Dass bei einem Dirigentenwechsel nach so vielen Jahren Diskussionen im Verein entstehen, sei normal, sagt er. «Jeder Dirigent hat gewisse Vorstellungen, die er umsetzen will.» Mittlerweile haben sich die Musikanten und der neue Dirigent aber gut eingespielt. Das ist im Proberaum zu hören.

Vollblutmusiker mit Erfahrung

«Als Dirigent braucht man Durchsetzungsvermögen», weiss Maldoner, der auf eine langjährige Erfahrung als Dirigent zurückblickt. Er hat eine zweijährige Dirigentenausbildung am Landeskonservatorium in Feldkirch absolviert, dirigierte bereits jahrelang den österreichischen Musikverein Müselbach, die Musikgesellschaft Oberegg sowie den Musikverein Alberschwende. Zuletzt war der pensionierte Primarlehrer musikalischer Leiter der Wäldar Musikanten. Der Vollblutmusiker spielt selber Gitarre, Tenorsaxophon, Tenorhorn und Keyboard. Sein Musikgeschmack ist breit gefächert. «Mir gefällt alles, was Spass macht. Von der Polka bis zum Swing», sagt Maldoner. Bei der Liederauswahl für die Musikgesellschaft Tübach-Horn komme es vor allem auf die Arrangements an.

Der Spass steht im Zentrum

Wichtig ist dem neuen Dirigenten neben der Liederauswahl, Dynamik, Artikulation und Phrasierung vor allem eins: Die Musik soll Spass machen. Schliesslich kommen alle Musikanten nach einem Arbeitstag zur Probe – Musik ist ihr Hobby. «Deshalb muss an jeder Probe auch gelacht werden», sagt der neue Dirigent. Das sei das Geheimnis einer guten Musikformation. «Stimmt die Harmonie im Verein, schwingt das auch auf das Publikum über», ist Maldoner überzeugt. So soll dies auch am kommenden Samstag sein. Dann präsentiert die Musikgesellschaft Tübach-Horn ihre Jahresunterhaltung. «Ich bin angespannt, freue mich aber sehr darauf», sagt der Dirigent und verspricht einige feurige Überraschungen. «Mehr will ich nicht verraten.»

Abendunterhaltung, Sa., 21. März, Türöffnung: 18.30 Uhr, Konzertbeginn: 20 Uhr, MZH Tübach