Ein Projekt wie kein zweites

Lange war die Zentrumswiese von Einsprachen blockiert. Gestern ist der Baustart mit einem feierlichen Spatenstich erfolgt. Das Projekt ist einmalig für Tübach.

TAGBLATT

«Ein Projekt in dieser Dimension wird es für die nächste Generation in Tübach nicht mehr geben», sagt Gemeindepräsident Michael Götte. Und tatsächlich: Mit 76 Wohneinheiten, verteilt auf sieben Mehrfamilienhäuser, einer Fläche von 12000 Quadratmetern und einer Bausumme von 35 Millionen Franken ist die Überbauung Zentrumswiese einmalig in der 1400-Seelen-Gemeinde. Nachdem das Projekt lange durch Einsprachen blockiert war, hat gestern mit dem Spatenstich die Bauphase auf der letzten grossen Baulandreserve im Dorf begonnen.

Die Überbauung der Zentrumswiese beschäftigt die Gemeinde Tübach schon seit geraumer Zeit. «Der Gemeinderat hat sich bereits vor 20 Jahren eine Überbauung gewünscht», sagt Götte. Doch lange ist nichts geschehen, die Wiese im Dorf­zentrum lag brach. Erst als der ehemalige Grundeigentümer ­verstarb und eine Erben- gemeinschaft vor sieben Jahren eine Projektstudie in Auftrag gegeben hat, ist Bewegung in die Sache gekommen.

Mehr Einwohner für Tübach

«Wir erwarten hauptsächlich Neuzuzüger», sagt Götte. Tübach soll also wachsen. «Wachstum geht nicht über alles. Aber ein Stück weit braucht es das.» Alleine, um im Wettbewerb mit den Nachbarsgemeinden attraktiv zu bleiben. «Da geht es auch um Dinge wie ausreichend Steuersubstrat.»

Die 76 Wohnungen, die entstehen, sind verteilt auf 45 Miet- und 31 Eigentumswohnungen. «Eine Hälfte konnte bereits vermietet werden. Bei den Eigentumswohnungen gibt es ebenfalls für über die Hälfte Kaufinteressenten», sagt Elias Zürcher, Vorsitzender der Fortimo AG. Sie ist die Eigentümerin von sechs der sieben geplanten Wohnhäuser und für die Vermarktung der ganzen Überbauung zuständig.

Die Eigentumswohnungen werden standardmässig mit Smart-Home-Funktionen ausgestattet. «Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung», sagt Projektleiter Pascal Frei. Mit dem System können etwa Licht- und Beschattungsinstallationen über das Tablet oder Smartphone gesteuert werden. Eine nette Spielerei oder ein Kundenbedürfnis? «Die Technologie steht noch am Anfang. Das Smart Home wird aber je länger je mehr wichtiger.» Mit dem Basisausbau der Eigentumswohnungen zum digitalen Smart Home wolle Fortimo diese Entwicklung unterstützen. Eine weitere Besonderheit: Das System kommt mit Funkschaltern aus, die weder Verkabelung noch Batterie benötigen und so frei platziert werden können.

Bild: Der Vorsitzende der Fortimo AG, Elias Zürcher (ganz links), Gemeindepräsident Michael Götte (Zweiter von links) und weitere Gäste haben die Baustelle eröffnet.

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