Ein Abend zwischen Polka und Dixieland

Die Musikgesellschaft Tübach-Horn hat ihrem Publikum mit «Ein ehrenwertes Haus» so einiges geboten. In musikalischer Hinsicht hat Dirigent Armin Bischof alles aus seinem Korps herausgeholt.

TAGBLATT/Fritz Heinze

Voll besetzt bis auf den letzten Platz präsentierte sich die Tübacher Mehrzweckhalle am Samstagabend. Ein strahlender Sepp Popp, Präsident der Musikgesellschaft Tübach-Horn, hob kurz nach 20 Uhr zur Begrüssungsansprache an. Im Anschluss gaben hingegen die Männer und Frauen des Korps den Ton an.

Schauspiel und Musik wechselten sich ab. Fliessend gingen die Szenen vor dem «ehrenwerten Haus» in den musikalischen Teil über. Wieselflink begaben sich die Schauspieler zurück auf die Plätze, wo auch gleich die Instrumente wieder in die Hand genommen wurden. Musikalisch boten die Musiker eine grosse Vielfalt. Die Bandbreite reichte vom Kaiserjägermarsch über Polkas bis zu «Just A Closer Walk With Thee» von Johnnie Vinson.

Premiere mit dem neuen Dirigenten

Für den Dirigenten war dieser Abend eine Premiere. Er lege Wert darauf, dass sich an einem Unterhaltungsabend sowohl Zuhörende wie auch Spielende vergnügen. Seit September leitet Armin Bischof das Korps und ist begeistert von der Zusammenarbeit. Auch innerhalb des OK, das sich aus Edith Popp, Ueli Geisser und dem Dirigenten zusammensetzt, stimme die Chemie. Die Flügelhornistin Edith Popp, bereits ein routiniertes OK-Mitglied im Vorbereitungsteam des Unterhaltungsabends, hat ihre Aufgabe gemeinsam mit ihren Kollegen mit viel Schwung wahrgenommen. «Es war allerdings nicht einfach, die Schauspieler für ‹Das ehrenwerte Haus› im Korps zu finden», sagt sie.

Mit der Torte im Gesicht

Wenn auch die begleitende Theateraktion nicht ausschliesslich mit eigenen Leuten besetzt werden konnte, gestaltete sich der Auftritt dennoch abwechslungsreich. Gespannt bangten die Zuschauer darauf, wie das Verhalten des Machos Tribelhorn enden würde. Dass er zum Schluss mit einer Torte im Gesicht von der Bühne gehen würde, kam an.

Die erste Zugabe nutzte Dirigent Armin Bischof zur Präsentation des ganzen Stückes von Udo Jürgens «Das ehrenwerte Haus», das im Verlaufe des Abends jeweils stets nur ansatzweise intoniert wurde. Als zweite Zugabe spielte die Formation den «Böhmischen Traum» – ein musikalisches Finale, das den Besuchern zu Herzen ging.

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