Die Überbauung steht im Zentrum

Daniela Feusi-Vetsch, Sabina Revoli und Oswald Raschle wollen in den Tübacher Gemeinderat. Am Donnerstagabend stellten sie sich vor und nahmen Stellung zur Überbauung der Zentrumswiese, zur Finanzplanung und zur Frühförderung.

TAGBLATT/HENRIK JOCHUM

Rund 70 Tübacher fanden sich vorgestern Donnerstag in der Mehrzweckhalle ein, um das Podium zur Gemeinderatswahl zu verfolgen. Von Tagblatt-Redaktorin Linda Müntener moderiert, präsentierten die drei Kandidaten ihre Ideen und Meinungen. Daniela Feusi-Vetsch, Sabina Revoli und Oswald Raschle standen ihrem Dorf Rede und Antwort.

Im Kommunalen keine Partei

Der 47jährige Raschle und die 28jährige Feusi-Vetsch treten ohne Partei an. Die 56jährige Revoli sticht diesbezüglich heraus. Als einzige Kandidatin ist sie Mitglied einer Partei – der SVP Steinach. Im Gemeinderat sitzen bis auf SVP-Gemeindepräsident Michael Götte nur Parteilose.

Oswald Raschle, der sich auf der politischen Skala selbst in der Mitte bis liberal links einordnet, sieht in Tübachs Zukunft keine Parteien. In der Mitte bis Mitte-Rechts positioniert sich Daniela Feusi-Vetsch. Beide wollen sich auch künftig keiner Partei anschliessen.

Der Weg durch den Garten

Hauptgesprächsthema war das Projekt auf der Zentrumswiese. Daniela Feusi-Vetsch sagte, sie sei weder zu- noch abgeneigt. «Ich finde zwar keinen wirklichen Gefallen an dem Neubau, doch ist er ein wichtiges Projekt für Tübach». Momentan steht der Realisierung nur der Rekurs der Kirche im Weg. Streitpunkt ist ein Weg, der durch das Grundstück der Kirche verlaufen soll. Revoli und Feusi-Vetsch befürworteten die Sicherheit des Weges. «Der Weg wird einen potenziellen Schulweg darstellen», sagte Revoli. So könne man die Kinder von der Strasse wegbekommen. Oswald Raschle erwiderte: «Stellen Sie sich vor, man würde einen Weg durch Ihren Garten bauen.» Dann würde man auch Einsprache erheben. Die Option, den Weg hinter dem Pfarrhaus durchzuführen, wäre durchaus vorhanden, sagte Raschle.

Ein weiterer Diskussionspunkt stellte die Finanzplanung dar. Sabina Revoli sieht den einzigen Investitionsbedarf bei der Mehrzweckhalle. Oswald Raschle lobte die Infrastruktur und die gute Arbeit in der Vergangenheit. «Was Tübach jedoch fehlt, ist ein Jugendraum. Das Budget wäre vorhanden.» Daniela Feusi-Vetsch will einen Schritt in die Zukunft machen, sie unterstützt das geplante Glasfasernetz.

Revoli unterstützt die Frühförderung von begabten Kindern, betonte jedoch, dass die Masse nicht vergessen gehen darf. Oswald Raschle hielt dagegen, dass die Förderung von begabten und bedürftigen Kindern zwar sehr wichtig sei, man die Kinder aber auch Kind sein lassen soll. So solle man Kinder nicht bereits in der Spielgruppe auf Schulstoff vorbereiten.

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