Die Party des schlechten Geschmacks

Mit der Bad-Taste-Party eröffneten die Gassärassler die 5. Jahreszeit. Die ersten zwei Stunden waren den Gönnern gewidmet, bevor die Mehrzweckhalle in Tübach die Tür für die rund 400 Partygästen öffnete.

TAGBLATT/Ramona Riedener

Die Tradition der Guggenmusik Gassärassler aus Rorschach, die Fasnacht mit einem Fest zu eröffnen, besteht seit 2006. Aus der Rassler-Nacht wurde sieben Jahre später die Bad-Taste-Party. Das Spezielle an der schrägen Party ist, dass der erste Teil ganz den Sponsoren und Gönnern des Vereins gewidmet wird. Als Dank für die Unterstützung werden sie mit einem Apéro und einem Nachtessen vom eigenen Rassler-Küchenteam verwöhnt.

Ab 20 Uhr ist die Tür für Jung und Alt aus der Region geöffnet. Je schrecklicher umso besser, ist das Motto der Fasnächtler. So ist es nicht erstaunlich, dass die Partygäste in schrecklich, schriller Aufmachung erscheinen. Auch diesmal bereicherten vier Gastguggen, die Dorfkübler aus Goldach, die Möttelisounders aus Untereggen, die GMCC aus Engelburg und die Mörschwiler Adlerbrüeter, die Fasnachtsparty. Knallvoll war der Saal, an durchkommen nicht mehr zu denken, als die Gassärassler, zusammen mit den Räblüüs aus Rorschacherberg, als Höhepunkt ihre Aufwartung machten. Die beiden Formationen, die dieses Jahr gemeinsam auf Fasnachtstour gehen, wussten ihrem Publikum so gehörig einzuheizen. Ruhiger, aber nicht weniger stimmungsvoll ging es her in der Kaffee­stube. Dort hielt das Ländler-Trio, immer wieder verstärkt durch Guggebläser, die Gäste in Stimmung. Leckere Drinks und das «schnellste Bier der Ostschweiz», wie Rassler-Präsident Severin Piller verrät, gab es an den Bars. «Das Bier wird von unten her abgezapft und fliesst ohne zu überschäumen in sekundenschnelle in den Becher.» Damit Fasnächtlerinnen und Fasnächtler nicht in Versuchung geraten, motorisiert an die Party zu kommen, bieten die Gastgeber im Umkreis von zehn Kilometern einen Shuttle-Service an. Und so dauerte die friedliche Partynacht bis in den frühen Morgen.

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