Die Kleinsten sammeln am meisten

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Tübach, die kleinste Gemeinde der Region, produziert die grösste Menge an Papier. Wird dort also mehr gesammelt, oder fällt davon mehr an?

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Eigentlich müssten alle Gemeinden der Region ein ähnlich hohes Sammelaufkommen pro Person betragen, die Zahlen des kantonalen Amts für Umwelt zeigen jedoch etwas anderes. So beträgt der Unterschied etwa bei der Papiersammlung von Rheineck und Tübach 52 Kilogramm pro Person. Bei den Grünabfällen ist der Unterschied noch grösser. In Rheineck fallen im Jahr pro Kopf rund 13 Kilogramm organische Abfälle an, während es in Tübach 103 Kilogramm sind. Nun könnte man meinen, dass sich die fehlende Menge im Kehricht wiederfindet, doch hier liegen die beiden Gemeinden, mit 186 und 187 Kilogramm pro Kopf, nah beieinander. Der Unterschied kann durch die Finanzierungssysteme und die angebotenen Abholungen verursacht werden.

In den Gemeinden Untereggen und Rheineck wird etwa pro Grünabfall-Leerung eine Gebühr bezahlt, während dies bei den umliegenden Gemeinden über die Abfallgrundgebühr läuft und einen direkten Einfluss auf die Sammelmenge hat. Auch kommt es darauf an, ob eine Gemeinde einen Recyclinghof oder Sammelstellen in der Nähe hat. Diese haben einen direkten Einfluss auf die Sammelmengen, jedoch sind zu diesen Wertstoffmengen keine Zahlenangaben verfügbar.

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