Den Zusammenhalt pflegen

200 Tübacherinnen und Tübacher haben den Nationalfeiertag trotz Regenwetter gemeinsam zelebriert. Gemeindepräsident Michael Götte zeigte sich stolz auf diesen «tollen Zusammenhalt». Er hofft, dass ein solcher auf Städte und Länder übertragen werden kann.

TAGBLATT

Die Glückssträhne hatte ein Ende. Nachdem die Gemeinde Tübach ihr Sommernachtsfest in den vergangenen Jahren unter freiem Himmel hatte feiern können, musste der Beginn der Feier am Sonntag im Festzelt abgehalten werden. Trotz Regenwetter kamen rund 200 Personen, um den Nationalfeiertag am Vorabend gemeinsam zu zelebrieren.

Respektvoller Umgang

Nach einem Ständchen der Musikgesellschaft Tübach-Horn trat Michael Götte ans Mikrophon. Der Gemeindepräsident hielt keine eigentliche Ansprache zum Nationalfeiertag. Er stellte in seiner kurzen Rede aber die Frage in den Raum, warum man an diesem Tag trotz unsicherer Wetterlage zusammengekommen sei. «Ich finde es sehr schön, dass wir diesen tollen Zusammenhalt in unserer Gemeinde pflegen dürfen», sagte Götte. Dieser Zusammenhalt sei derzeit in vielen – auch benachbarten – Ländern nicht einfach. «Er wird von schrecklichen Ereignissen massiv gestört.» Zum Teil seien es die eigenen Mitbürger wie etwa in der Türkei. An anderen Orten wie beispielsweise in Deutschland oder Frankreich seien es Menschen aus fremden Kulturen, die mit schlimmen Methoden ein anderes Weltbild vermitteln möchten. «Ich bin stolz, dass wir einen respektvollen Umgang miteinander pflegen dürfen – auch wenn es einmal eine Meinungsverschiedenheit gibt, eine andere Kultur involviert ist oder ein anderer Glauben gelebt wird», sagte der Gemeindepräsident weiter. «Ich hoffe, dass wir den Zusammenhalt des kleinen Tübachs auf die grossen Städte, Länder und Organisationen übertragen können und dass somit unsere Zukunft wieder in einer friedlicheren Welt stattfinden kann.»

Funken trotz Regen entzündet

Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne wurden traditionsgemäss die 1.-August-Weggen verteilt. Gut gestärkt begab sich die Festgemeinde dann auf den beliebten Lampionumzug. Den durchnässten Funken konnten Mitglieder der Feuerwehr problemlos entzünden – ein Höhepunkt des Dorffestes. An der Bar oder in der Festwirtschaft unter der Leitung der Jugendgruppe und des Feuerwehrvereins wurde schliesslich ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden des 1. Augusts gefeiert.