Das Fernsehen kommt zum Essen

Rudolf Hirtl/Tagblatt

Ein Rindsfilet, das auf der Zunge zergeht, ein guter Schluck Rotwein und eine unterhaltsame Tafelrunde in einem angenehmen Ambiente – so schmeckt’s. Wenn allerdings das Schweizer Fernsehen zum Essen kommt, dann ist es aus mit der Ruhe. Kaum ist der letzte Bissen runtergeschluckt, will der Reporter wissen, wie das Gericht schmeckt oder was eventuell nicht so passt. Zu sehen gibt’s das Resultat dann Woche für Woche auf SRF 1. Fünf Stammgäste gehen für die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» fünf Tage lang auf Beizentour. Jeder von ihnen stellt dabei sein Lieblingsrestaurant vor – und versucht die anderen davon zu überzeugen, dass seine Beiz die beste ist.

Nicht exklusiv, dafür gut

Gestern war die kulinarische Reise durch die Schweiz im Restaurant Löwen in Tübach zu Gast. «Löwen»-Koch Jacques Neher hat sich auf keine Experimente eingelassen und sich für ein mit Pilzen gefülltes Pouletbrüstchen, zweifarbigen Kartoffelstock und Gemüsevariationen als Hauptgang entschieden. Dass zu viel Kreativität nicht zwingend zu einer besonders hohen Bewertung führt, habe Beispiele in der seit 2014 laufenden Sendung gezeigt. «Wir haben bewusst ein Gericht gewählt, das es auf der Karte gibt und nicht extra etwas für die Sendung kreiert», sagt der mit 14 Gault-Millau-Punkten versehene Vorarlberger.

Vier Beizen aus der Region

Mindestens so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist die Arbeit von Gastgeberin Gabi Neher. Ihre Herzlichkeit und Souveränität macht den Aufenthalt im «Löwen» erst zum eigentlichen Erlebnis. Mit ein Grund, weshalb sie von Stammgast Reny Schawalder nominiert wurde. Heute sind die TV-Macher in Rorschach zu Gast, wo sie im «Mozart» drehen, am Donnerstag im «Engler’s am See» und am Freitag im Restaurant Mariaberg. Ausgestrahlt wird die Sendung vom 30. November bis 4. Dezember.

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