Zugang zu Wasser und Wissen

Nach ihrer Ankunft in Delhi am 30. November sind die Tübacher Josef und Hedy Aeberhard nach Hyderabad und weiter in die Distriktstadt Devarkonda im Süden Zentralindiens gereist. Von dort aus begleitet und betreut das Ehepaar rund 30 Waisenkinder.

In ihrem Bericht greifen Josef und Hedy Aeberhard einige Beispiele heraus: «Da ist Dhivya, eine Vollwaise, vor einem Jahr bei ihren Grosseltern . Sie konnte in einem von der Weltbank finanzierten Internat für ehemalige Kinderarbeiter untergebracht werden. Der Unterschied in ihrer Entwicklung ist augenfällig: Aus dem schüchternen, traurigen Kind formt sich ein selbstbewusstes und fröhliches Mädchen. Auch drei Buben, allesamt Vollwaisen, konnten schulisch gut untergebracht werden und entwickeln sich prächtig.»

Tragische Schicksale
Nebst vielen erfreulichen Erlebnissen werden Josef und Hedy Aeberhard immer wieder auch mit neuen tragischen Menschenschicksalen konfrontiert. «Wenn wir etwa in einem Dorf ankommen, werden wir meist sofort von den Bewohnern umringt – Menschen, welche meist nur das Nötigste zum Leben besitzen. So sind wir doch immer wieder erstaunt, dass wir von diesen nicht in erster Linie auf die eigene Not angesprochen werden. Im Gegenteil, man macht uns immer wieder auf andere aufmerksam, welche Hilfe noch dringender benötigen als sie selbst.» Am 20. Dezember sind die beiden nach Vijayawada aufgebrochen, die Stadt zählt rund eine Million Einwohner. Dort hat das Tübacher Ehepaar Weihnachten mit Strassenkindern verbracht.

Doch hatte der Besuch auch einen anderen Hintergrund: «Hier haben wir von der Organisation Navajeevan (Don Bosco-Salesianer) von Freunden wie Father Koshi wertvolle Inputs in Bezug auf das weitere Vorgehen, was unser Projekt betrifft erfahren», schreibt Josef Aeberhard. Man wolle dieses Projekt nach indischem Gesetz rechtlich absichern. «Dies dürfte uns wohl noch einige Zeit und etwas Nerven kosten, aber dank unserer guten Beziehungen und Freunde sind wir optimistisch.»

Auch in der Schweiz verankert
Neben der Projektarbeit in Indien möchte sich «Solidar Andhra» auch in der Schweiz verankern. Dies soll durch die Gründung eines Vereins geschehen. Dazu werden noch Interessierte gesucht, die bereit sind mitzuarbeiten.