Zu Tagesmüttern ausgebildet

Wer bis anhin ein Tageskind bei sich aufnehmen wollte, musste keine besondere Ausbildung absolvieren. Dieses Jahr haben die Regionale Vermittlungsstelle für Tagesfamilien und der VTO nun erstmals einen Grundkurs für Tageseltern organisiert. Der letzte der vier Kurstage in der Tübacher Mehrzweckhalle fand am Samstag statt. Zwanzig Frauen erhielten am Ende des Tages die Kursbestätigung von den beiden Ausbilderinnen Melanie Kistler-Landolt und Susanne Schneider vom VTO. «Unser Ziel ist es, den Grundkurs obligatorisch zu machen», sagt Schneider.
Dies wird bald Realität und deshalb waren unter den Kursteilnehmerinnen viele aktive Tagesmütter, die die Ausbildung nachholten. «Viele der Frauen haben jahrelange Erfahrung und konnten so den jüngeren Teilnehmerinnen Tips geben.»

18 Tageskinder in 19 Jahren
Eine dieser erfahrenen Tagesmütter ist Anni Meili aus Rorschacherberg. «Im Moment kommen fünf Buben zwischen zwei und zwölf Jahren zu mir. Insgesamt habe ich in 19 Jahren 18 Tageskinder grossgezogen», erzählt sie stolz.

Angefangen hat sie auf Anfrage einer Tagesfamilien-Vermittlerin. «Ich bin in einer Grossfamilie aufgewachsen und habe selbst Kinder, die aber mittlerweile erwachsen sind. Ich habe mir immer eine grosse Familie gewünscht und die Tageskinder erfüllen mir diesen Wunsch. Die kleineren Kinder nennen mich und meinen Mann sogar Mami und Papi», sagt die gelernte Köchin lächelnd. Konflikte mit den abgebenden Eltern hat es deswegen noch nie gegeben.

Auch die Rorschacherin Rita Meierhans, ebenfalls erfahrene Tagesmutter, hat noch nie Probleme mit den Eltern ihrer Tageskinder gehabt. «Wir haben ein tolles Verhältnis und sie unterstützen mich voll und ganz.» Auch ihr Mann steht hinter ihrer Tätigkeit – und springt wenn nötig auch mal als Tagesvater ein. «Als wir einmal fünf Monate lang ein Baby bei uns hatten, stand er sogar jede Nacht freiwillig auf», erzählt sie lachend. Die Arbeit als Tagesmutter ist aber zeitintensiv. Meilis Haus etwa steht für die Kinder von morgens um halb sechs bis abends um fünf offen.

«Es ist ein stetes Geben und Nehmen. Es ist keine Arbeit, die man des Lohnes wegen macht, man muss Freude daran haben», sagt sie.

Viel vom Kurs profitiert
Das ist auch der jungen Wilerin Sandra Wild bewusst, die noch kein Tageskind hat. Die zweifache Mutter ist durch einen Anschlag im Kindergarten darauf aufmerksam geworden, dass es den Beruf der Tagesmutter gibt.

«Es wäre toll für meinen 5jährigen Sohn, wenn er ein gleichaltriges Gspänli hätte, denn mein zweites Kind ist erst einjährig. Zudem ist es schön, wenn ich einer anderen Familie helfen kann», erklärt Wild ihre Beweggründe. Den Kurs in Tübach absolvierte sie zur Vorbereitung auf ihre künftige Tätigkeit. Dasselbe gilt für Sandra Flückiger, die sich ebenfalls um ein Tageskind bemühen will. «Der Kurs hat mir viel Kraft und Selbstbewusstsein gegeben», sagt sie.

Von den Kurstagen profitiert haben auch die erfahreneren Tagesmütter. «Wir sind wieder an unsere Pflichte und Rechte erinnert worden, konnten mit Gleichgesinnten diskutieren und Erfahrungen austauschen. Dazu fehlt sonst oft die Zeit. All dies kommt am Ende den Kindern zugute», bringt es Anni Meili auf den Punkt.

Informationen für Interessierte: www.tagesfamilien-bodensee.ch

Zu Tagesmüttern ausgebildet

Wer bis anhin ein Tageskind bei sich aufnehmen wollte, musste keine besondere Ausbildung absolvieren. Dieses Jahr haben die Regionale Vermittlungsstelle für Tagesfamilien und der VTO nun erstmals einen Grundkurs für Tageseltern organisiert. Der letzte der vier Kurstage in der Tübacher Mehrzweckhalle fand am Samstag statt. Zwanzig Frauen erhielten am Ende des Tages die Kursbestätigung von den beiden Ausbilderinnen Melanie Kistler-Landolt und Susanne Schneider vom VTO. «Unser Ziel ist es, den Grundkurs obligatorisch zu machen», sagt Schneider.
Dies wird bald Realität und deshalb waren unter den Kursteilnehmerinnen viele aktive Tagesmütter, die die Ausbildung nachholten. «Viele der Frauen haben jahrelange Erfahrung und konnten so den jüngeren Teilnehmerinnen Tips geben.»

18 Tageskinder in 19 Jahren
Eine dieser erfahrenen Tagesmütter ist Anni Meili aus Rorschacherberg. «Im Moment kommen fünf Buben zwischen zwei und zwölf Jahren zu mir. Insgesamt habe ich in 19 Jahren 18 Tageskinder grossgezogen», erzählt sie stolz.

Angefangen hat sie auf Anfrage einer Tagesfamilien-Vermittlerin. «Ich bin in einer Grossfamilie aufgewachsen und habe selbst Kinder, die aber mittlerweile erwachsen sind. Ich habe mir immer eine grosse Familie gewünscht und die Tageskinder erfüllen mir diesen Wunsch. Die kleineren Kinder nennen mich und meinen Mann sogar Mami und Papi», sagt die gelernte Köchin lächelnd. Konflikte mit den abgebenden Eltern hat es deswegen noch nie gegeben.

Auch die Rorschacherin Rita Meierhans, ebenfalls erfahrene Tagesmutter, hat noch nie Probleme mit den Eltern ihrer Tageskinder gehabt. «Wir haben ein tolles Verhältnis und sie unterstützen mich voll und ganz.» Auch ihr Mann steht hinter ihrer Tätigkeit – und springt wenn nötig auch mal als Tagesvater ein. «Als wir einmal fünf Monate lang ein Baby bei uns hatten, stand er sogar jede Nacht freiwillig auf», erzählt sie lachend. Die Arbeit als Tagesmutter ist aber zeitintensiv. Meilis Haus etwa steht für die Kinder von morgens um halb sechs bis abends um fünf offen.

«Es ist ein stetes Geben und Nehmen. Es ist keine Arbeit, die man des Lohnes wegen macht, man muss Freude daran haben», sagt sie.

Viel vom Kurs profitiert
Das ist auch der jungen Wilerin Sandra Wild bewusst, die noch kein Tageskind hat. Die zweifache Mutter ist durch einen Anschlag im Kindergarten darauf aufmerksam geworden, dass es den Beruf der Tagesmutter gibt.

«Es wäre toll für meinen 5jährigen Sohn, wenn er ein gleichaltriges Gspänli hätte, denn mein zweites Kind ist erst einjährig. Zudem ist es schön, wenn ich einer anderen Familie helfen kann», erklärt Wild ihre Beweggründe. Den Kurs in Tübach absolvierte sie zur Vorbereitung auf ihre künftige Tätigkeit. Dasselbe gilt für Sandra Flückiger, die sich ebenfalls um ein Tageskind bemühen will. «Der Kurs hat mir viel Kraft und Selbstbewusstsein gegeben», sagt sie.

Von den Kurstagen profitiert haben auch die erfahreneren Tagesmütter. «Wir sind wieder an unsere Pflichte und Rechte erinnert worden, konnten mit Gleichgesinnten diskutieren und Erfahrungen austauschen. Dazu fehlt sonst oft die Zeit. All dies kommt am Ende den Kindern zugute», bringt es Anni Meili auf den Punkt.

Informationen für Interessierte: www.tagesfamilien-bodensee.ch