Wein, Ochs und Gesang

Seit hundert Jahren treffen sich Tübacher Männer zum Singen und Zusammensitzen. Am Wochenende wird das Jubiläum gebührend gefeiert – in der Mehrzweckhalle und einem zusätzlichen Festzelt nebenan.
Ein Ochse für die Bezirkschöre
Das Fest startet am Samstag um 10.30 Uhr im Zelt mit Gastwirtschaft. Als Publikumsmagnet gilt der Ochse am Spiess: Am Montag wurde er geschlachtet, um am Samstagabend den Chören der Region serviert zu werden. Denn gegen Abend findet das Sängerfest statt. OK-Präsident Paul Würth erwartet über 300 Gäste. Am Sonntag ist die ganze Bevölkerung der Region zum Fest eingeladen. Begonnen wird um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Danach spielt die Musikgesellschaft Horn. Bis am Nachmittag kann gegessen und getrunken werden. Der Eintritt ist kostenlos. Es gehe darum, einen lebendigen Verein zu feiern und der Bevölkerung für die langjährige Unterstützung zu danken, sagt Vereinspräsident Toni Widmer. Ein bisschen Werbung für Neumitglieder solle so natürlich auch gemacht werden.
Die Mitglieder des Chors kommen aus der Region – aus Tübach, Horn oder Untereggen. Jeden Donnerstag wird geprobt, an der Nachprobe im Restaurant wird auch mal für die anderen Gäste ein Lied angestimmt. Gesang und Geselligkeit gehören zusammen. «Das Singen verbindet uns», betont der Vereinspräsident. Der Männerchor zählt 30 aktive Mitglieder im Alter zwischen 30 und 90 Jahren. Alle Stimmen seien gut besetzt, genügend Mitglieder könne man aber nie haben, sagt Paul Würth lachend. Als aktiver Verein treten die Tübacher Sänger regelmässig auf, sei es beim slow- Up, an Geburtstagen oder an der Abendunterhaltung mit Theater, die jedes zweite Jahr stattfindet.
Für alles ein Fachmann
Vor zwei Jahren habe man mit den Vorbereitungen fürs Jubiläumsfest begonnen, sagt Kassier Karl Bischoff. Für jede Aufgabe fand sich ein Fachmann im Verein. Die Arbeit im Organisationskomitee sei toll gewesen. Nennenswerte Schwierigkeiten hat es laut Toni Widmer keine gegeben. Besonders dankbar sei man den Sponsoren: Kanton, Gemeinden, Firmen oder Private hätten durch ihre Spenden das Fest möglich gemacht. Am Festwochenende dürfen die Sänger auch auf die Unterstützung anderer Vereine zählen: «Damit unsere Leute nicht nur arbeiten müssen», wie Paul Würth sagt. Der Feuerwehrverein und der Turnverein helfen mit, und die Tübacher Hobbyköche kümmern sich um das kulinarische Wohl der Gäste.
Etwas verschnaufen
Nach der langen, intensiven Vorbereitung seien alle bereit und freuten sich auf das Fest. Was kommt danach? «In einem Jahr findet wieder eine Abendunterhaltung statt», sagt Karl Bischoff. Bis dahin wolle man aber noch ein bisschen verschnaufen.