Viele Fragen, ab und an Skepsis

 Für das beschauliche Tübach ist es ein grosses Bauprojekt: Auf der Dorfwiese sollen in den nächsten Jahren sieben Gebäude mit 72 Wohnungen und Gewerberaum entstehen (Tagblatt vom 15. Mai). Oder wie Tübachs Gemeindepräsident Michael Götte die Grössenordnung am vergangenen Freitagabend beschrieb: «Ein Zehntel der Bevölkerung könnte zukünftig auf dieser Wiese wohnen.»
Jury wählte Siegerprojekt
In der Arche wurden Interessierten am Freitag die Pläne für die Überbauung vorgestellt – im Mittelpunkt stand dabei das Siegerprojekt «Alles bleibt anders», das von einer Jury aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt worden war. Die über 30 Anwesenden hatten an diesem Abend die Möglichkeit, mit Gemeindepräsident Götte, Christoph R. Lutz, dem Geschäftsführer der Baugesellschaft Josuran, und Martin Rytz, dem verantwortlichen Architekten, über die Pläne zu sprechen. Diese beantworteten am Freitag vor allem Fragen: Wie gross werden die Häuser? Wie viele Zimmer werden die Wohnungen haben? Wie nahe an der Strasse werden die Häuser gebaut? Ab und zu äusserten sich Anwesende skeptisch zum Vorhaben. Eine Anwohnerin fragte, warum eines der neuen Häuser so nahe an ihrem Haus gebaut werden müsse. Ein Mann meinte, die Überbauung würde sich nicht gut ins bisherige Dorfbild einfügen.
Gerüchte verhindern
Im Ganzen sorgt das Projekt aber nicht für grosse Furore. Das bestätigten auch Michael Götte und Christoph R. Lutz. «Allen ist klar, dass die Wiese Bauland ist und etwas passieren wird», sagte Götte.
Das Ziel der Infoveranstaltung sei gewesen, Gerüchte zu verhindern, sagt Lutz. «Der Bauträgerschaft ist es wichtig, dass die Tübacher wissen, was hier zukünftig auf der Wiese passiert.» Je besser der Informationsfluss sei, desto höher sei auch die Akzeptanz für das Projekt, ist sich Lutz sicher. Gemeindepräsident Götte sagte weiter: «Mir ist es wichtig, dass die Tübacher über die Baupläne diskutieren, denn es ist ein spezielles Projekt für die Gemeinde.» Noch sei man in einem sehr frühen Stadium. Als nächstes soll ein Gestaltungsplan erarbeitet werden, Baubeginn ist frühestens im Frühling 2015.