Viehtränke statt Dorfbrunnen?

Ein kleines Dorf bot an der Beizenfasnacht eine grosse Vielfalt in Vers- und Musikform. Den Tüblachern mit Ernst Holenstein, Karl Bischof, Peter Morgenroth und Kurt Mäder entging nichts und niemand. Eine glänzende «One-Wife-Show» bot Ruth Martin als Chübelfrau. In nichts standen ihr die Stockenten mit Lena Barletta, Birgitt Koster, Ursula Gschwend und Gabriela Kern nach. Schalmeien, Röräheizer, Faltefäger und Adlerbrüeter boten wohlklingende musikalische Genüsse.

«Männerchörler» im Bild
Dass die Männerchörler aufgrund von Beizenbesuchen Bescheid wissen, wurde bei ihrem Auftritt allgegenwärtig. Der neue und gar nicht schöne Brunnen am Dorfplatz kam ebenso ins Visier wie die Lawinenverbauungen an der Ruhbergstrasse. Ob die gescheiterte Fusion Goldach/Untereggen nicht eins aufs Dach für den Goldacher Gemeindepräsidenten gewesen sei, fragten die Tüblacher. «De Würth uf em Ross, die guet zeichnet Karikatur, Geld verstreued und im Chäfig de Raab, die arm Kreatur. Me hät mit dem arme Unteregger Vogel fasch Verbarme. Jo, giengs denn nochher dene ase schlecht, dene Arme?

Von einem Reisli des Gemeinderates ins Nachbardorf und dem neuen Bunker auf der Kellen, als Schutzwall gegen den Osten oder gegen eine Fusion mit Goldach gedacht, wussten die Tüblacher. Nicht der Polier, sondern der Maurer hat dem Götte einen Besuch abgestattet. «Suecht äch dä Murer für Bern en neue Bese? Sim Blocher seied Borschte usgange.» Pater Gregor mit seinem neuen Begleiterhund, Rauchen, wo man darf und wo nicht, waren neben anderen weitere Themen.

Frauengeschichten
Von der naiven Hausfrau über die Umweltschützerin, die für jeden Fall eine Lösung bereithaltende Frau bis zur erotikgeladenen alternden Tussi erstreckte sich die Bandbreite der Stockenten. Zum Valentinstag sollen in der Migros extra fünffache Cumuluspunkte gewährt worden sein. Heiraten sei gar nichts, das ist zu viel Bünzlizeug. Zum Valentinstag wollte eine Stockente ihren Mann mit einer Blutwurst überraschen. Fast schon etwas pervers, entgegnete eine andere Kollegin. Doch, wenn sie ihrem Hans eine Blutwurst kochen wollte, müsste sie am Abend nicht sein Pyjama verstecken. Das müsse sie sonst, da er doch nicht merke, dass sie etwas von ihm wolle…

Wegen Rossbollen sei jetzt der Stammtisch der Rösseler im «Löwen». Wieso denn? Ja, weil der «Löwen» eine Pferdetränki vor seinem Haus hat. Bruno Gschwend könne man mitten auf der Skipiste von weitem beim Fotografieren sehen. Von Ernst Locher sehe man nur ein Pünktchen. Weil der die Piste runterbloche und meistens auf der Sonnenterrasse oder in der Sternenbar sitze. Und Pater Gregor sehe man jetzt oft beim Spazieren mit Cocos. «Ja, isch denn dä Vater wordä? So heisst denks sis Hündli.»