Verkehrsinseln müssen bleiben

Fussgänger suchen immer den kürzesten Weg. Besonders Teenager schätzen Gefahren ganz anders ein und sind bereit, auch für kleine Zeiteinsparungen grosse Risiken auf sich zu nehmen. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit funktioniert deshalb nur über eine Temporeduktion.
Wer die Fussgängerinseln an der Schulstrasse entfernen will und dabei eine Erhöhung der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit von 51 auf 58 km/h in Kauf nimmt, hat irgendetwas, aber nicht die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Sinn.

Ob mit oder ohne Unterführung, die Schulstrasse darf nicht zur Schnellstrasse verkommen. Die Bemerkung des Strassenkreisinspektors, nach der Aufhebung der Fussgängerstreifen dürfe man ja immer noch oben durch laufen, mutet zynisch an. Wer durch den beschleunigten Verkehr über den Haufen gefahren wird, ist nachher selber schuld, denn er hätte ja (im wahrsten Sinne des Wortes) «unten durch» können.
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