Veloflut und bunte Ballone

In Tübach führt die slowUp-Strecke über Horn und Steinach nach Arbon. Dort kommen die geschätzten 80 000 Teilnehmer beim Hafenareal wegen den vielen Ess- und Sponsorenständen kaum mehr durch. Und so gedulden sie sich eben, bis es weitergeht, ganz nach der Devise der Veranstaltung – slow, also langsam. «Wir müssen hier irgendwie rauskommen», sagt ein Mann und versucht seine Familie hinauszuschleusen.

Der nächste Stau
Weiter vorne stellt eine Gruppe Velofahrer ihre Vehikel mitten in die Strasse. Der nächste Stau. Da hilft auch der Ausweg über das Trottoir nicht mehr, diese Idee hatten schon andere. Also geht es wieder «slow» vorwärts. Altersmässig sind alle Gruppen vertreten, vom Kleinkind bis zum Grossvater. Aber vor allem Familien prägen das Bild des slowUp, und das hat längst Tradition.

Den Teddy mit dabei
Neben dem Velohelm – er wird von auffallend vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern getragen – gehört bei diesem schönen Wetter die Sonnenbrille zum Inventar, und wer nicht das passende Modell dabei hat, kann sich in den Festzentren mit einem neuen Teil ausstatten.

Bei den Velos gibt es grosse Unterschiede. Die Palette bewegt sich zwischen «Grossmutters Drahtesel», hochmodernen Mountainbikes und eigenen Kreationen, auf denen die ganze Familie Platz hat. Die Kleinsten werden dabei meist im Anhänger mitgezogen. Ein Mädchen mit ihrem rosafarbenen Velo rollt langsam vorbei. Im Körbchen am Lenker hat ihr brauner Teddybär seinen Platz gefunden. Er darf auf keinen Fall fehlen. In den Festwirtschaften sind noch fast alle Plätze leer. Das Bier und die Bratwurst wollen erst noch verdient werden.

30 Läufer dabei
Reissenden Absatz finden dafür Äpfel als echte Sportlernahrung aus der Region. Auf viel Interesse stösst auch ein Stand, an dem der Reifendruck kontrolliert wird und von Fachleuten kleine Reparaturen durchgeführt werden. Hier lohnt es sich anzustehen, damit das Velo für die Fahrt auch wirklich bereit ist. Und jetzt kann es endlich losgehen. Es locken viele schöne Kilometer durch die Kantone St. Gallen und Thurgau.

Dieser Versuchung konnten auch 30 Läufer nicht widerstehen, welche entweder über die halbe oder die volle Marathondistanz liefen, wobei sie eine Zusatzschlaufe nach Steinach einlegten.