Unterricht in den neuen Medien

Die drei Veranstaltungen der Weiterbildung leitete das Team von New Media Concept. Dank ihrer täglichen Auseinandersetzung mit der Technik und dem sozialen Einfluss von elektronischen Geräten konnten Mirjam Bernet, Marc Gilliand und Daniele Lenzo eindrücklich informieren. In Workshops setzten sich die Kinder während eines Tages ausführlich mit den Themen Cybermobbing, soziale Netzwerke sowie Geräte und Games auseinander. Dabei ging das Team von New Media Concept gleichzeitig faszinierend und aufklärend auf die Kinder ein. «Ich bin überrascht, wie öffentlich soziale Netzwerke sind, wenn man nicht aufpasst», wunderte sich ein Sechstklässler. Ein anderer Bub schwärmte von Daniele Lenzos Traumberuf, der neue Smartphones und Games testet.
Facebook erst ab 13 Jahren
An der abendlichen Informationsveranstaltung für die Eltern berichtete Daniele Lenzo über die Gewohnheiten der Kinder im Umgang mit den neuen Medien. Seine Aussagen bezogen sich auf eine Onlineumfrage bei den beiden Schulklassen. «Sie stehen im Vergleich zu anderen Schulen gut da», dürfen die Eltern erfreut zur Kenntnis nehmen. Dennoch konfrontiert Lenzo die Eltern mit Fakten: «Ein Facebook-Konto ist erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt. Die Umfrage hat gezeigt, dass einzelne bereits ein Konto besitzen, das durch den Vater oder ältere Geschwister mit einer falschen Altersangabe eingerichtet worden ist.» Weiter berichtete er von seinen Erfahrungen aus Umfragen. «Kinder und Jugendliche schauen unter der Bettdecke am Handy fern, wenn sie schlafen sollten, chatten mit Freunden oder spielen gar Onlinegames mit amerikanischen Partnern. Ein Smartphone ist ein Computer. Kinder können auch mit einem iPod über WLAN auf das Internet zugreifen.» Oder über den Hot-Spot von Vaters Handy.
Positives Echo
In zwei Workshops erhielten die Eltern dann praktische Anleitungen. So konnten sie selbst erfahren, wie Shootergames funktionieren, wie YouTube altersgerecht abgeriegelt, bestimmte Internetseiten gesperrt oder die eigene Facebook-Seite richtig einrichtet werden können. Das Echo war bei Kindern und Eltern positiv. Auch die Lehrkräfte, für sie war die Veranstaltung obligatorisch, zeigten sich von den Referenten und Informationen beeindruckt.