Tübach verkauft Reitplatz Meggenhus

Dereinst will der Tübacher Entsorgungsspezialist Zingg Industrieabfälle AG den Betrieb ausbauen. Noch bestünden keine konkreten Pläne, sagt Geschäftsführer und Firmeninhaber Erich Zingg. Zusätzlichen Platz benötigt die Firma aber trotzdem baldmöglichst. Im Rietli-Areal in Goldach hat die Firma leere Mulden abgestellt, der Vertrag für das Gelände dort läuft aber bald aus. «Wir brauchen kurzfristig einen neuen Abstellplatz für unsere Mulden», sagt Erich Zingg. Diesen will die Firma auf dem Reitplatz Meggenhus gleich unterhalb der Betriebsgebäude einrichten. Eigentümerin der Parzelle ist derzeit noch die Gemeinde Tübach. Sie hat dem Entsorgungsspezialisten aber ein Kaufrecht eingeräumt. Zumal er die angrenzenden Parzellen 146 mit der Scheune und 188 mit der Liegenschaft St. Gallerstrasse 40 bereits 2002 von der Gemeinde erworben hat. Damals behielt diese eine Parzelle zurück und stellte sie dem Reitverein Tübach und dem Kavallerieverein Rorschach und Umgebung gratis als Reitplatz zur Verfügung. «Die Vereine sind seinerzeit informiert worden, dass der Reitplatz einmal an die Zingg AG verkauft wird», sagt Michael Götte, Gemeindepräsident von Tübach. Diesen Sommer können sie ihn noch für ihre Trainings und das Turnier nützen. Danach möchte die Gemeinde die Parzelle der Zingg AG übergeben. Künftige Ausbaupläne der Firma seien für die Gemeinde interessant, meint Götte. Der Reitplatz sei dafür der einzig verfügbare Boden. Einen Ersatz für ihn wird es in Tübach nicht geben. «Vielleicht findet sich etwas in Goldach oder Rorschach. Bei einer Idee bieten wir gerne Hand», sagt Götte. Gefragt sei aber auch die Initiative der Vereine.

Im Zuge der Ortsplanungsrevision soll der Reitplatz in die Industriezone umgezont werden. Sobald die Zonenplanänderung rechtskräftig ist, nachdem sie dem fakultativen Referendum unterstellt und vom Kanton genehmigt worden ist, wird die Zingg AG ihr Kaufrecht ausüben. Der Reitplatz sei für sie eine strategische Landreserve, sagt Erich Zingg.