Sport statt Langeweile im Herbst

Sie sind bekannt für Ideen, die die Region bewegen. Die Goldacher Beat Ulrich, Ex-Gemeinderat, und Marcel Kurz, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins Goldach, haben unter anderem den Begegnungsplatz Kellen und die Eisarena am selben Standort mitinitiiert. Beide Angebote werden rege genutzt. Nun haben sie wieder die Köpfe zusammengesteckt. Als Verein shortbeat – «short» steht für den Nachnamen von Kurz und «beat» für den Vornamen von Ulrich – haben sie «Move Ya» erdacht, ein polysportives Camp für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und vierzehn Jahren. Es wird in der dritten Herbstferienwoche vom 13. bis 16. Oktober stattfinden. Knotenpunkt ist die regionale Sportanlage Kellen als Treffpunkt, Ort für Mittagessen und abendliches Rahmenprogramm.
Reiten und Tanz statt Fussball
Den Hauptteil des viertägigen Camps bildet ein Programm, das die Kinder und Jugendlichen individuell zusammenstellen können. Spiel und Spass sollen im Vordergrund stehen. Ein Teil der Kurse wird zur Erhöhung des Lernfaktors auf Englisch unterrichtet. Die Teilnehmenden können wählen zwischen Jazztanz, Reiten, Tennis, Unihockey, Volleyball und Fitness. «Wir haben bewusst auf Fussball verzichtet, weil es übers Jahr verteilt mehrere Fussballcamps in der Region gibt», begründet Beat Ulrich die Auswahl. Täglich von 8.30 Uhr bis 17 Uhr beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen unter professioneller Anleitung mit einer oder mehreren dieser Sportarten. Dabei findet keiner der Kurse auf der «Kellen» selbst statt; das Camp ist also wetterunabhängig. Alle Kursorte befinden sich in Gehdistanz vom Treffpunkt. «Tennis und Reiten finden in Tübach statt, dazu nutzen wir die Turnhallen in Goldach und Tübach», sagt Ulrich. Nach Ende der Kurse wird ein fakultatives Rahmenprogramm von 17 bis 19 Uhr angeboten – wer länger bleiben will, darf also.
Maximal 100 Franken pro Kind
Ganz nach dem Motto von «shortbeat», die Region zu bewegen und zu vernetzen, soll «Move Ya» möglichst vielen offenstehen. So können sich alle mit Jahrgang 1999 bis 2007 aus Rorschach, Rorschacherberg, Goldach, Untereggen, Mörschwil, Horn, Tübach und Steinach anmelden. «Wichtig ist uns, das Angebot möglichst günstig machen zu können», betont Marcel Kurz. Das viertägige Camp inklusive Verpflegung, T-Shirt und Sporthose soll nicht mehr als 100 Franken pro Kind kosten.
«Wir sind sehr zuversichtlich. Diverse lokale Sponsoren haben bereits grosszügige Unterstützung angeboten. Wir suchen aber noch weitere», sagt Beat Ulrich. Eine Möglichkeit, das Camp zu unterstützen, ist die Übernahme einer Patenschaft für die teilnehmenden Kinder aus einer Gemeinde. Das Ziel ist, im Herbst 120 Kinder und Jugendliche auf der «Kellen» begrüssen zu können. «Die obere Limite liegt bei etwa 150 Teilnehmenden», sagt Ulrich.
Profis organisieren das Camp
Die Organisation und Durchführung des Sportcamps übernimmt die luzernische Firma MS Sports. «Wir haben zwar viele Ideen, aber keine Erfahrung mit der Durchführung eines Sportcamps. MS Sports hat hingegen in der Schweiz mehrfach solche Veranstaltungen organisiert und hat professionelle Leiter zur Verfügung», begründet Beat Ulrich die Zusammenarbeit. Er hofft auf grossen Anklang und sieht «Move Ya» als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zum bereits bestehenden FerienSpass-Angebot. Den Zeitpunkt haben die Initianten bewusst gewählt. «Wir sind beide Familienväter und haben die Erfahrung gemacht, dass wir entweder in der dritten Herbstferienwoche wieder arbeiten mussten oder die Ideen für Ausflüge mit den Kindern langsam ausgingen. Deshalb liegt die Woche ideal.»