Sioux singen auch in Dialekt

Die fünf Countrymusiker und Sänger aus dem appenzellischen Gonten wissen ihre Fans immer wieder neu zu begeistern. Zum dritten Mal schon trat diese seit dreizehn Jahren bestehende Gruppe an der langen Nacht des Gold River Country Clubs in der Mehrzweckhalle auf. Mit Schlagzeug, Bass, Keyboard, Gitarren, Geige und der menschlichen Stimme warteten die Sioux mit Countries und mit Songs von den Texas Tornados bis zu den Beach Boys auf. Sie begeisterten mit Hits aus den 60er- und 70er- Jahren und machten mit einigen Liedern im Appenzeller Dialekt mit ihrem persönlichen Stil «Köntry wo me verstoht» vertraut und ernteten damit viel Applaus.

Klassisch und Linedance-Stil

Das schlechte Wetter trug wohl Schuld, dass die Halle nur zur Hälfte gefüllt war. Doch von den ersten Tönen an begannen die aus der ganzen Region herangekommenen Freunde dieser Musik mitzuklatschen und bis zum Schluss fast ohne Unterbruch zu tanzen. Sie taten es klassisch und im Stil des Linedance, wie ihn in der Region Tanzinstruktor Heinz Fischer vermittelt.

Sheriffs zogen durch den Saal

Während des ganzen Abends zogen Sheriffs durch den Saal, um Verhaftungen vorzunehmen und die Betroffenen ins etwas andere «Gefängnis» abzuführen, wo sich diese bei einem Drink scheinbar doch recht wohl fühlten. Im Vorraum war ein Western-Shop mit Hüten, Anhängern und ähnlichen Artikeln aufgebaut.
Der vom Rorschacher Johnny Imperatore geleitete Gold River Country Club ist seit vielen Jahren bestrebt, etwas zum Erhalt altamerikanischer Musik und Brauchtums beizutragen. Seine Mitglieder organisieren die jedes Jahr stattfindenden Country Nights, fahren gemeinsam zu auswärtigen Konzerten und treffen sich jeden zweiten Mittwoch des Monats im Restaurant Sonne in Tübach.