Silobauern und Weltensegler

Es gibt Musikfreunde, welche vor allem heitere Schweizer Musik wünschen. Andere wollen in Liedern übers Meer in die weite Welt getragen werden. Der vor über hundert Jahren gegründete Männerchor Tübach erfüllte am Samstagabend gleich beide Wünsche: Dölf-Mettler-Weisen von megageilen Ferien auf dem Land und von den Siloballen ertönten neben einem Kasatschok und dem Lied von den Abenteuern des Dschingis Khan. Auch traditionelle Weisen fehlten im von Paul Würth angesagten Programm nicht. Dazu verteilten die Sänger Rosen, trugen Russenmützen oder traten als furchterregende Krieger auf, wie es gerade zum Lied passte. Zwei der ausgewählten Stücke waren dem Chor von der befreundeten Chorgemeinschaft Oberteuringen und dem Bodanchor Rorschach 2012 zum 100-Jahr-Jubiläum geschenkt worden. Schliesslich stimmte auch das Publikum in ein Lumpenlieder-Potpourri ein.
Dank an die Frauen
Als Zugabe warteten die Sänger mit «Ach, die Weiber» aus der Operette «Die lustige Witwe» auf. Doch sie alle wissen natürlich sehr gut, wie nützlich gerade die Unterstützung durch die Frauen für ihren Chor ist. Seit Jahren «gehorchen» die Sänger der an Einfällen reichen Dirigentin Eveline Sohm. Und was würden sie tun, wenn nicht Ruth Falk immer wieder am Klavier ihre Lieder zu einem ganz besonderen Erlebnis machen würde? Präsident Toni Widmer sprach beiden den wohlverdienten Dank aus. Er vergass dabei auch jene Frauen nicht, welche den Saal und die Tische mit der Blütenpracht aus der Gärtnerei Krömler so schön dekoriert hatten und später beim Theater mithalfen.
Wenn alle verliebt sind
Was geschehen kann, wenn Grossvater, Sohn und Enkel und ihre Haushälterin von Liebe träumen, zeigte der Schwank «De Grossvater wott hürote». Auf überraschende Weise wurden die Sehnsüchte aller gestillt, als nach dreissig Jahren des Sohnes Jugendliebe und deren einst kleine Tochter zu Besuch erscheinen. Hansruedi Kurz führte Regie, und Dieter Mathis, der an diesem Abend auch als Sänger, Akkordeonist, Tanzmusiker auffiel und während des Jahres zusätzlich noch das Alphorn bläst, spielte sehr gelungen die Hauptrolle. Auch Ernst Holenstein, Uwe Haberer, Lena Barletta, Helen Widmer, Katja Troxler und Souffleur Kurt Mäder erhielten für ihre Spielfreude verdienten Applaus.
An den Unterhaltungsabenden in der Mehrzweckhalle pflegt man immer lange zu verweilen. Deshalb wurde es sehr geschätzt, dass die Hobbyköche für eine schmackhafte Verpflegung sorgten.