Schritt für Schritt

In Tübach stehen ver­schiedene Projekte an. Der tübacher Gemeindepräsi­dent informiert darüber.

Sie planen unter anderem das Projekt «Wohnen im Alter». Wo­rum handelt es sich hierbei?

Die Gemeinde beabsichtigt, für die Erstellung von neuen Alterswoh­nungen eine Wohnbaugenossen­schaft zu gründen. Erste Schritte dafür wurden bereits eingeleitet. Eine vorbereitende Sitzung findet Ende März statt. Ziel ist, dass die Wohnungen in der Nachbarschaft zum bestehenden «Seniorama» im Januar 2010 bezugsbereit sind.

Wann denken Sie, dass damit be­gonnen werden kann, welche Hür­den stehen noch bevor, welche den Baubeginn verschieben könnten?

Der Plan sieht vor, im Frühjahr die Genossenschaft zu gründen. Anschliessend beansprucht das eigentliche Projekt die Zeit von Sommer bis Herbst. Anschlies­send soll schliesslich der Baube­ginn dem Bewilligungsverfahren folgen, so dass die Arbeiten gegen Ende 2009 abgeschlossen werden können. Eigentliche Hürden sind zurzeit nicht ersichtlich.

Aber nicht nur das Projekt «Wohnen im Alter» beschäftigt die Tübacher, sondern es sind auch Verhandlungen zum Hang «Hermet» im Gange, was sind die Hintergründe?

Der Bürgerversammlung wird ein Kreditantrag für den Landerwerb im Gebiet Hermet unterbreitet. Gleichzeitig soll ein Projektierungs­kredit die Bebauungsplanung über das ganze Gebiet Hermet ermögli­chen, welches insgesamt rund 17 500 Quadratmeter umfasst. Nach­dem die Fläche im Rahmen der laufenden Ortsplanungs-Revision für eine Überbauung eingezont ist, kann Tübach Kaufrechte für wei­tere 9200 Quadratmeter ausüben. Danach beabsichtigt der Gemein­derat, die ganze Fläche parzellen­weise zur Überbauung zu verkau­fen.

Ein weiteres Vorhaben ist das Neu­gestalten des Dorfplatzes gegen­über des Restaurants Löwen. Was dürfen die Einwohner erwarten?

Geplant ist eine neue Gestaltung auf schlichte Art und Weise. Der Dorfplatz soll zu einem modernen Mittelpunkt umgestaltet werden, welcher für Veranstaltungen ge­nutzt werden kann.

Welches sind weitere Projekte, die zwar möglich wären, wo aber noch nichts Konkretes geplant ist?

Die Projekte gehen aus dem ab­geschlossenen Studienauftrag «Tübach – wir gestalten unsere Zukunft» hervor. Im Vordergrund steht aufgrund der laufenden Ent­wicklung der Schülerzahlen ein Ergänzungsbau für die Schule. Des weiteren wurde die Idee der Neu­gestaltung des Kirchplatzes einmal zu Papier gebracht.

Sehr wichtig ist auch die Orts­planungsrevision. Wo liegen die Schwerpunkte dieser Revision?

Die Ortsplanung wurde in ihren Grundzügen vor mehr als zwölf Jahren erarbeitet. Mit den Ergeb­nissen aus dem Studienauftrag «Tübach – wir gestalten unsere Zukunft» liegen neue Erkennt­nisse für die Ortsentwicklung vor. Zudem bestehen einige dringende Fälle von Einzonungsbegehren, die im Gesamtzusammenhang zu prü­fen sind. Der Gemeinderat hat des­halb beschlossen, die Ortsplanung als raumplanerische Grundlage der Gemeindeentwicklung den neuen Gegebenheiten und Bedürfnissen anzupassen und im laufenden Jahr zu überarbeiten.

Sie stehen im Herbst der Wie­derwahl als Gemeindepräsident. Wenn Sie zurückblicken, welche Projekte konnten Sie in Ihrer Ge­meinde verwirklichen?

In erster Linie lag mir viel daran, für eine gute Kommunikation zwi­schen Behörden und Bürger zu sorgen. Ich denke, dies ist mir zu­sammen mit dem Gemeinderat ge­lungen. Erste Projekte wie die Sa­nierungen des Mehrzweckgebäudes und des Schulhauses konnten be­reits abgeschlossen werden. Auch das Resultat der Suche nach einem Ersatzstandort für das Grundwas­serpumpwerk liegt vor. Die Bür­gerversammlung entscheidet über den Bau einer neuen gemeinsamen Trinkwasserversorgung mit Horn.