Schöne und spektakuläre Bilder

«Diese Prüfung ist gut geeignet für Einsteiger in den Marathon-Fahrsport», erklärte Jury-Präsident Guido Bossart vor dem Derbystart. Und OK-Präsident Guido Enderli präzisierte: «Wir wollten auch brevetierten Fahrern ohne Lizenz eine Startgelegenheit bieten.»

Fünf Hindernisse
Der Schwierigkeitsgrad war nicht allzu gross. Was Guido Bossart vorgängig ankündigte, dass nur gut lenkbare durchtrainierte Pferde sich letztlich durchsetzen werden, traf auch hier zu.
Das Fahrderby in der Form einer Marathonfahrt bestand aus einer Einfahrstrecke von fünf Kilometern mit anschliessender Ruhephase. Nachfolgend waren fünf Hindernisse zu bewältigen. Zwischen den einzelnen Hindernissen fuhren die Teilnehmer einen Rundkurs, eine sogenannte Erholungsphase. Innerhalb der Hindernisse war die schnellste Zeit entscheidend. Die Einfahrstrecke und die Erholungsphase mussten in einem vorgegebenen Zeitfenster absolviert werden. Gefordert war ein massvoll kontrolliertes Fahren.

Zu bewältigen galt es auch einen Wall. Ganz besonders gefordert waren dabei die Beifahrer, in der Fachsprache Grooms genannt. Mit ihren Gewichtsverlagerungen auf dem Wagen leisten sie wertvolle Arbeit und boten mitunter spektakuläre Bilder. Dank der Grooms blieb schon oft ein Gefährt nicht an einem Hindernis hängen oder kippte nicht um.

«Formel-1-Piloten»
Umgekippt in Tübach ist ein Einspänner-Gefährt nach dem Hängenbleiben an einem Hindernis. Fahrerin und Beifahrerin reagierten gut und sprangen noch rechtzeitig vom kippenden Wagen ab. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Das Pferd musste aber ausgespannt und aus der schlechten Lage befreit werden. Nach dem Zwischenfall verzichtete die Fahrerin auf eine Weiterfahrt.

Als die «Formel-1-Piloten» des Fahrsports kündigte der Platzspeaker die Vierergespanne an. Die Ponygespanne aus Vorarlberg zeigten schöne Bilder, Spannung und gute Unterhaltung. Laute Anfeuerungsrufe ertönten. Staub wirbelte auf. Erstaunlich, wie präzis und schnell die Fahrer die engen Hindernisse bewältigen. Die beiden vorderen Pferde steuern den Wagen, die hinteren ziehen das Gefährt. Sieger wurde bei den Vierspännern der Österreicher Peter Schenk aus Bregenz.

Toll ins Zeug legte sich bei den Einspännern die junge Fahrerin Aline Bühler aus Abtwil. Sie gewann die Prüfung vor Conny Wagner aus Niederbüren. Bei den Zweispännern siegte die einheimische Nadine Enderli aus Tübach vor Roger Fehr aus Widnau.