Sand wieder leihen oder neu kaufen

Die 238 Tonnen besten Quarzsandes, die für den Beachvolleyball-Event am Rorschacher Hafen verwendet wurden, finden sich nun auf der Sportanlage Kellen. «Zufällig hat sich das beides gut ergeben. Bei uns bestand das Bedürfnis nach zwei weiteren Beachvolleyball-Plätzen, andererseits wollte man den Beachvolleyball-Event durchführen», sagt Thomas Würth, Präsident des Zweckverbandes Regionale Sport- und Freizeitanlage Kellen.

Eigentum des Zweckverbandes
Daher hat sich der Zweckverband unter diesen Bedingungen entschieden, den Sand zu kaufen und zuerst für den sportlichen Grossanlass zur Verfügung zu stellen. Dass Volley Rorschach auf den neuen Beachvolleyball-Plätzen auf der Kellen trainieren wollte, sei ein weiterer Grund gewesen, dem Sandkauf zuzustimmen. Es gab zwei Lieferungen. Die erste, 238 Tonnen, ging nach Rorschach, die zweite, weitere 80 Tonnen, wurde direkt auf die Kellen-Anlage gebracht. Insgesamt investierte der Zweckverband rund 23 000 Franken.

Nach dem Beachvolleyball-Event Ende September transportierte der Veranstalter den Sand auf eigene Kosten auf die Sportanlage Kellen. Woher der Sand für den Event im nächsten Jahr kommen soll, steht noch nicht fest. So konnte Thomas Würth noch nichts dazu sagen, ob der Sand wieder von der Kellen nach Rorschach transportiert werden soll. «Denkbar ist vieles. Bis jetzt liegt keine Anfrage vor.»

Veranstalter Peter Thoma erklärte auf Anfrage, er werde in der nächsten Zeit den Kontakt mit dem Zweckverband suchen. Man müsse sich grundsätzlich überlegen, ob man den auf Kellen verbrachten Sand wieder leihen solle oder andernorts günstig einkaufen und später weiterverkaufen könnte. «Das kommt immer auch auf die Logistik an», sagt Thoma.

Sand ist nicht gleich Sand
Der Sand muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit er sich für den Beachvolleyball eignet. Der Quarzsand auf der Kellen weist eine Körnung von 0,2 bis 0,6 Millimeter auf. Damit er sich möglichst fein anfühlt, sind die Körner rund. Beachvolleyball-Profi Michi Bleiker und Volley-Goldach-Trainer Bruno Zürcher haben den Sand im Vorfeld ausgewählt. Im Vergleich zu dem Material, das beim Sandskulpturen-Festival verwendet wird, nimmt dieser Sand nur sehr wenig Wasser auf.