Rundgang im Schlossgarten

Die Lage an der Ruhebergstrasse ist top, die Gartenanlage weitläufig mit flachen Wiesen im oberen Bereich, steilen Abhängen, einem Teich und einem Waldstück. Die Gemeinde Tübach hat den Garten des Schlosses Neubrunn nicht umsonst in ihrer Schutzverordnung aufgeführt und unter Denkmalschutz gestellt.
Die Bestimmungen in der Schutzverordnung verpflichten Grundeigentümer Harald Lucian, den Schlossgarten einmal pro Jahr öffentlich zugänglich zu machen. Gestern fand der diesjährige Tag der offenen Tore statt. Allerdings präsentiert sich die Anlage nicht in bestem Zustand. Ein Grund dafür ist der Hagelsturm, der die Region am 18. Juni heimgesucht hatte. Deshalb können der Sitzplatz im Wald und ein Teil des Waldstücks nicht begangen werden. Auch direkt vor dem Gebäude befindet sich eine Sperrzone. In den zugänglichen Bereichen finden sich Rosenbeete, nach einem Abstieg kommt ein kleiner Teich mit Brücke zu einer Insel mit Gartentischen und Aussicht auf die nahe Kuhweide in Sicht. Überall sind Skulpturen mit verwitterten und teils überwachsenen Oberflächen zu finden.
Das Potenzial der Anlage ist unübersehbar, genutzt wird es aber zurzeit nicht. «Ich hatte mir einen gepflegten Schlossgarten erhofft. Leider wuchern die Pflanzen wild», äussert sich eine Besucherin etwas enttäuscht. Sie ist nicht die einzige, die den momentanen Zustand der Anlage bedauert. «Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier, damals war der Garten wunderschön gestaltet», erzählt ein älteres Ehepaar. Man darf also gespannt sein, wie sich die Anlage am nächsten Tag der offenen Tore präsentiert.