Richterwahlen ohne Urnengang

Für diesen Fall bestimmt das Gesetz bei Richterwahlen stille Wahl bereits im ersten Wahlgang. Der Kanton prüft nun, ob alle Kandidaturen formell einwandfrei zustande kamen, und veröffentlicht das Ergebnis Ende September.

Drei Rücktritte, ein Sitz mehr
Von den 14 Mitgliedern des bisherigen Gerichts für den ehemaligen Bezirk Rorschach treten Martha Beéry, Eggersriet, Fritz Hollenstein, Goldach, und Elmar Wehrli, Rorschach, zurück. Neu zu besetzen war zudem ein zusätzlicher Sitz im Gericht für den neuen Kreis Rorschach, der nun mit dem Wahlkreis übereinstimmt. Damit gehört neu Thal-Staad-Altenrhein dazu (bisher im Kreis Rheintal) und Eggersriet-Grub SG nicht mehr (neu im Kreis St. Gallen).

Die Richter für 2009 bis 2015
Weil es keine weiteren Bewerber gibt, werden die von den Parteien nominierten Leute – durch die mit Ausnahme von Tübach alle Gemeinden des Kreises vertreten sind – als gewählt erklärt:

als Präsident Dominik Scherrer, Rorschach (CVP, wie bisher);

als angestellte Richter in einem Voll- oder Teilamt Andreas Hildebrand, Mörschwil (SP, bisher Leiter der zweiten Abteilung), Doris Lorenzi, Goldach (SP, bisher), Gabriel Bawidamann, Steinach (CVP, neu, jetzt Schreiber am Gericht Rorschach), und Olav Humbel, Staad-Thal (FDP, neu, jetzt Schreiber am Gericht Rheintal);

als nebenamtliche Richter wie bisher Uwe Albers, Mörschwil (SVP), Fredi Alder, Rorschach (SP), Enrik Hippmann, Rorschacherberg (FDP), Claudia Hüttenmoser, Goldach (SVP), Peter Knöpfel, Berg (FDP), Margrith Mäder, Steinach (CVP), Jacqueline Schneider, Rorschacherberg (FDP), und Mario Studerus, Goldach (FDP), sowie neu Silvia Blum, Mörschwil (SVP), und Peter Edelmann, Untereggen (SVP).

Diese 15 Mitglieder sind gewählt für die sechsjährige Amtsdauer Mitte 2009 bis Mitte 2015.

Weitere Neuerungen
Der Präsident muss ein Vollamt übernehmen. Das Gericht kann an die vier weiteren angestellten Richter 300 Stellenprozente vergeben und ihnen weitere Aufgaben übertragen. Neu muss es eine Schlichtungsstelle für Arbeitsverhältnisse bilden (als Ersatz für das Arbeitsgericht) und die Vermittler im Kreis bestimmen. Nach Auskunft von Präsident Scherrer ist noch offen, wie diese neuen Aufgaben verteilt werden, weil das Kreisgericht Weisungen des Kantonsgerichts abwarten muss.

Längere Amtszeit für Vermittler
Die Vermittler wurden bisher in den Gemeinden gewählt. Weil die Amtsperiode dort 2008 endet und für das Gericht erst Mitte 2009 beginnt, hat der Kanton die Amtszeit der heutigen Vermittler bis dahin verlängert. Die Gemeinden müssen keine mehr wählen.