Rehkitze vor Mähmaschinen retten

Wie viele weitere Gesellschaften hat deshalb die Jagdgesellschaft Mörschwil-Tübach-Steinach auch dieses Jahr frühzeitig die Landwirte angeschrieben und Hilfe angeboten.
Ihr Präsident Erwin Müller teilt dazu mit: Das maschinelle Mähen der Wiesen macht es den Landwirten fast unmöglich, im Gras gesetzte Kitze zu erkennen. Viele dieser Jungtiere werden deshalb Opfer der heutigen Technik. Ruft der Landwirt am Vortag die zuständigen Jäger an, wird die Wiese abgesucht und verblendet, das heisst: Der Jäger macht die Rehgeissen mit optischen Mitteln (Fahnen, Lampen und weitere) auf Veränderungen aufmerksam. Das bewirkt, dass die Muttertiere in die Wiese gesetzte Jungtiere an einen anderen Ort bringen.

Mit dieser Massnahme können die Jäger jedes Jahr viele Jungtiere vor dem Mähtod schützen.

Der Kontakt zwischen Landwirt und Jäger funktioniert gut. So geschehen auf dem Hof Bühl in Mörschwil. Das wachsame Auge von Landwirt Wäger konnte während der Mäharbeit drei Rehkitze im hohen Gras ausmachen. Nach einem kurzen Telefon an die Jagdgesellschaft rückten zwei Jäger aus, trugen die Drillinge aus der Mähwiese und setzten sie an einem sicheren Ort ab.

Die Wiese wurde anschliessend verblendet, um zu verhindern, dass die Rehgeiss die Kitze in die Gefahrenzone zurückbringt. Eine halbe Stunde später war die Mutter bereits wieder bei ihren Jungen, hat sie angenommen und an einen ihr passenden Platz evakuiert.