Nutzvieh unter dem Hammer

Eine grosse Schar kaufwilliger Bauern und noch mehr Schaulustige besichtigen vorerst die Maschinen und das Vieh der Pächterfamilie Koller. Dann ertönt Glockengebimmel. Der bekannte Gantrufer Bruno Furrer aus dem luzernischen Mosen ruft zum Versteigerungsbeginn. Im Halbkreis stehen dichtgedrängt Männer in pelzigen Jacken, dazwischen einige Frauen. Zuerst werden kleine Gebrauchsartikel zum Kauf angeboten. «E chli zom Ufwärme a dem chalte Morge», ruft der Auktionator.

Treicheln und Glocken gehen einzeln oder im Doppelpack für unter 100 Franken an Bewerber mit dem höchsten Angebot. Wer etwas will, muss schnell reagieren, sonst erfolgt der Zuschlag an andere: «Zom erste, zom zweite . . . ond zom . . . dritte».

Maschinen, gut gepflegt
Nach Werkzeugen und Kleingeräten kommen die Heuerntemaschinen zum Aufruf. Die Angebote purzeln nur so herein. Am Rand des Rings meint einer zu seinen Kollegen: «Man spürt, dass der Koller ein Appenzeller ist. Die tragen Sorge zu ihren Sachen.» So findet auch der über 20 Jahre alte Ladewagen rasch einen Käufer, für 2000 Franken. Auf mehr als das Zehnfache beläuft sich dagegen der Kaufpreis für den Traktor. Und der neuwertige Kreiselschwader geht zu Kollers Nachbarn. Er bietet, bis kein anderer mehr mitmacht. Mit Kopfschütteln zeigen Mitbewerber dem Auktionator an, dass jetzt Schluss ist.

Auf der Heubühne geht es am Mittag turbulent zu und her. Die Bäuerin Erika Koller und ihre Helferinnen bewirten die Gäste: Grillwürste, Schinken, Kartoffelsalat. Es bleibt nicht viel Zeit. Um 13 Uhr beginnt die Versteigerung des Zucht- und Nutzviehs. Vor der Scheune stehen sie wieder, dichtgedrängt, die Hände im Hosensack, das Viehregister unter den Arm geklemmt.

9500 Franken für «Silber»
Gegen 30 Kühe und Rinder werden einzeln im Ring vorgeführt, während der Gantrufer auf Vorzüge und Mängel aufmerksam macht. Die erzielten Preise bewegen sich zwischen 2000 und 4000 Franken, je nach Alter, Körperbau, geprüfter oder erwarteter Leistung. Plötzlich steigt die Spannung. Für die junge Kuh «Silber» wird ein hoher Startpreis verlangt und rasch wird mehr geboten, der Preis steigt und steigt. Eine Frau, das Handy am Ohr, lässt nicht locker. Sie erhält den Zuschlag für 9500 Franken. Es wird gemunkelt: «Diese Kuh geht in die Innerschweiz zu einem Liebhaber der Julen-Zuchtlinie.»

Um 15 Uhr bringt Gantrufer Bruno Moser noch einiges weg, das am Vormittag nicht den erwarteten Preis erzielte. Schnell löst sich die Menschentraube auf. Die Feuerwehr Tübach organisiert die Wegfahrt: ein perfekt organisierter Anlass, zufriedene Organisatoren und Besucher.

Nutzvieh unter dem Hammer

Eine grosse Schar kaufwilliger Bauern und noch mehr Schaulustige besichtigen vorerst die Maschinen und das Vieh der Pächterfamilie Koller. Dann ertönt Glockengebimmel. Der bekannte Gantrufer Bruno Furrer aus dem luzernischen Mosen ruft zum Versteigerungsbeginn. Im Halbkreis stehen dichtgedrängt Männer in pelzigen Jacken, dazwischen einige Frauen. Zuerst werden kleine Gebrauchsartikel zum Kauf angeboten. «E chli zom Ufwärme a dem chalte Morge», ruft der Auktionator.

Treicheln und Glocken gehen einzeln oder im Doppelpack für unter 100 Franken an Bewerber mit dem höchsten Angebot. Wer etwas will, muss schnell reagieren, sonst erfolgt der Zuschlag an andere: «Zom erste, zom zweite . . . ond zom . . . dritte».

Maschinen, gut gepflegt
Nach Werkzeugen und Kleingeräten kommen die Heuerntemaschinen zum Aufruf. Die Angebote purzeln nur so herein. Am Rand des Rings meint einer zu seinen Kollegen: «Me gspüürt, dass de Choller en Appezöller isch, diä lueget guet zom Züüg.» So findet auch der über 20 Jahre alte Ladewagen rasch einen Käufer, für 2000 Franken. Auf mehr als das zehnfache beläuft sich dagegen der Kaufpreis für den Traktor. Und der neuwertige Kreiselschwader geht zu Kollers Nachbarn. Er bietet, bis kein anderer mehr mitmacht. Mit Kopfschütteln zeigen Mitbewerber dem Auktionator an, dass jetzt Schluss ist.

Auf der Heubühne geht es am Mittag turbulent zu und her. Die Bäuerin Erika Koller und ihre Helferinnen bewirten die Gäste: Grillwürste, Schinken, Kartoffelsalat. Es bleibt nicht viel Zeit. Um 13 Uhr beginnt die Versteigerung des Zucht- und Nutzviehs. Vor der Scheune stehen sie wieder, dichtgedrängt, die Hände im Hosensack, das Viehregister unter den Arm geklemmt.

9500 Franken für «Silber»
Gegen 30 Kühe und Rinder werden einzeln im Ring vorgeführt, während der Gantrufer auf Vorzüge und Mängel aufmerksam macht. Die erzielten Preise bewegen sich zwischen 2000 und 4000 Franken, je nach Alter, Körperbau, geprüfter oder erwarteter Leistung. Plötzlich steigt die Spannung. Für die junge Kuh «Silber» wird ein hoher Startpreis verlangt und rasch wird mehr geboten, der Preis steigt und steigt. Eine Frau, das Handy am Ohr, lässt nicht locker. Sie erhält den Zuschlag für 9500 Franken. Es wird gemunkelt: «Diese Kuh geht in die Innerschweiz zu einem Liebhaber der Julen-Zuchtlinie.»

Um 15 Uhr bringt Gantrufer Bruno Moser noch einiges weg, das am Vormittag nicht den erwarteten Preis erzielte. Schnell löst sich die Menschentraube auf. Die Feuerwehr Tübach organisiert die Wegfahrt: ein perfekt organisierter Anlass, zufriedene Organisatoren und Besucher.