Neue Führung sucht Volksnähe

Bewegung bei der Musikgesellschaft. Mit dem Dirigenten- und Präsidentenwechsel will die Musikgesellschaft aber nicht in höhere Stärkeklassen aufsteigen. Sie möchte vielmehr volksnahe Musik anbieten.

In der Region bekannt
Für einmal ging die Musikgesellschaft bei der Durchführung ihrer Hauptversammlung fremd, nämlich nach Horn. Rund ein Drittel des Musikkorps wohnt in Horn. Bereits am Unterhaltungsabend erklärte Walter Rütsche nach neunjähriger Dirigententätigkeit seinen Rücktritt. Für ihn wählten die Mitglieder Charly Piller, in Kreisen der Unterhaltungsmusik und der Blasmusik kein unbeschriebenes Blatt, zum Nachfolger.

Piller wurde in der Region durch die Führung einer Tanzband bekannt. Als Dirigent machte er sich bei der Musikgesellschaft Urnäsch während zwölf Jahren einen Namen. Der ausgebildete Klarinettist hat das Dirigentenhandwerk beim Militärspiel erlernt. Auf die Aufgabe in Tübach freue er sich, auch wenn die Musikgesellschaft in der vierten Stärkeklasse spiele. «Wir wollen zwar ab und zu ebenfalls Literatur der dritten Stärkeklasse einstudieren. Doch Ambitionen für eine höhere Stärkeklasse haben wir nicht.»

Ueli Geisser neuer Präsident
Er steht damit im Einklang mit dem neuen Präsidenten Ueli Geisser, der Max Glatz nach 19 Jahren ablöst. «Wir haben die Zukunft formuliert und Glück, dass die Ziele identisch sind», sagt Geisser. Sorgen, dass Max Glatz an der Hauptversammlung vier Rücktritte bekannt geben musste, hat das neue Führungsduo nicht. «Ich habe vier bis fünf Neue im Köcher, die zu uns stossen werden», versprach Piller.

Gemeindepräsident Michael Götte muss dies wohl zu Ohren gekommen sein. Denn er wies auf die Schwierigkeit hin, überhaupt noch eine Blasmusik stellen zu können. Ueli Geisser versicherte, dass man den Auftrag der Gemeinde Tübach erfüllen wolle. Volksnähe unterstrich der neue Dirigent auch, was die musikalische Stilrichtung betrifft. «Wir wollen Musik für die Leute machen, wollen, dass die Musikanten dabei Freude empfinden und die Freude auf die Zuhörer hinüberbringen.»