«Moritz» soll nicht später kommen…

«Es besteht ein Bedürfnis, und wir haben die Pläne und die Mittel, um das Projekt Schulhauserweiterung zu realisieren.» Diese Botschaft von Gemeindepräsident Michael Götte hörten am Mittwochabend etwa 80 Tübacherinnen und Tübacher. Sie waren gekommen, um sich über die geplante Schulhauserweiterung und das neue Energiefondsreglement informieren zu lassen.
Etappierung wird vorgeschlagen
Schulhaus und Kindergarten oder «Max und Moritz», wie das Projekt heisst, werden als separate Bauten ums heutige Schulhaus Hermet gruppiert. Gegen «Max» hat niemand etwas einzuwenden, gegen «Moritz» hingegen schon. Denn: Der heutige Kindergarten «ist doch super», sagte eine Votantin. Ein Tübacher schlug vor, das Schulhaus jetzt, den Kindergarten später zu bauen. Mit dieser Meinung ist er nicht alleine. Michael Götte hielt den Befürwortern einer Etappierung entgegen, dass ein späterer Kindergartenbau wohl teurer zu stehen käme als heute. Und er wies im Laufe des Abends mehrmals darauf hin, dass die Stimmberechtigten mit dem Ja zum Projektierungskredit im vergangenen Jahr auch Ja gesagt hätten zum Kindergarten. Schützenhilfe erhielt Götte von Gemeinderat Peter Ammann. Dass das Projekt nicht allen gefalle, sei verständlich. Aber: «Es ist eine Lösung, hinter der man stehen kann.» Steht an der Bürgerversammlung vom 22. März die Mehrheit der Stimmberechtigten hinter dem Projekt, so könnte im Sommer mit dem Bau begonnen werden, sagte Michael Götte. «Max und Moritz» kosten knapp fünf Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt der Bürgerversammlung einen Kredit von 4 990 000 Franken. Ein Betrag, der laut Götte bis auf weiteres ohne Steuerfusserhöhung tragbar sei.
Strom sparen
Das zweite Thema des Informationsabend war der Energiefonds, erläutert von Peter Ammann, der als Gemeinderat zuständig ist für die Technischen Betriebe (Ausgabe 18.1.2013). Ziel sei es, Energie effizienter zu nutzen, aber auch zu sparen. Und Anlagen für die Produktion erneuerbarer Energien zu unterstützen. «Es wäre schön, wenn wir einmal sagen können, dass der Strom, der im Dorf verbraucht wird, auch im Dorf produziert wird.» Wer etwas dazu beitragen will, kann auf finanzielle Unterstützung der Gemeinde zählen. Es gibt unter anderem Beiträge an Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen und andere Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie, Holz- und Wärmepumpenheizungen oder Sanierungskonzepte. Im Budget 2013 werden dafür 50 000 Franken aufgenommen.