Mit 75 000 Hammerschlägen

Mit flinker Hand reiht Nuno Miguel Granitstein an Granitstein und bringt sie mit vier, fünf Hammerschlägen in die richtige Position. Am Montag hat der Pflästerer begonnen, in zwei Wochen wird er den 400 Quadratmeter grossen Platz fertiggestellt und dafür 15 000 Steine verarbeitet haben. Für Stabilität sorgen eine Kofferung aus Splitbeton und eine Mörtelmischung, mit der die Fugen geschlossen werden.
Begegnungsort und Zufahrt
Gepflästert wird nicht nur auf dem Platz zwischen Rathaus, Alterswohnungen und Kirche. Im Gestaltungsplan Hermet sind zwei weitere Plätze vorgesehen, beim Zugang Schulstrasse und und im mittleren Bereich. Den nun entstehenden Platz beim Rathaus bezeichnet Gemeinderatsschreiber Reto Schneider als «Auftakt» für das neue Quartier Hermet. Gestaltet mit Grünzonen, Ruhebänken und einem Brunnen, soll er den Bewohnern der Alterswohnungen als Ort der Begegnung dienen. Gelegentlich gestört wir die beschauliche Ruhe künftig allerdings durch Fahrzeuge, da die Zufahrten ins neue Quartier und in die Tiefgarage ebenfalls über den Platz führen.
Eigentlicher Blickfang wird ein gestern nachmittag angelieferter neun Tonnen schwerer Brunnen sein. Herausgemeisselt aus einem mächtigen Block Serpentin.
Stein aus dem Valposchiavo
Der edle Naturstein aus dem Valposchiavo wurde vom St. Galler Gartenarchitekten Peter Weber vor Ort persönlich ausgesucht. Der grüne Serpentin weist laut Maier nicht nur schöne Maserungen auf, sondern eignet sich aufgrund seiner Wasserundurchlässigkeit und seiner Wetterbeständigkeit gut für die Gestaltung von Brunnen. Im neuen Ortsteil Hermet, der rasant wächst, sind ein Einfamilien- und ein Zweifamilienhaus bereits bewohnt. Bis Ende November werden auch alle Alterswohnungen bezogen sein.