Landeshymne und 1.-August-Weggen

Jede Altersgruppe war am Montagabend im Tübacher Festzelt vertreten, besonders für Familien stellte das Sommernachtsfest einen willkommenen Treffpunkt dar. So war auch nicht verwunderlich, dass sich das Zelt bereits um 19 Uhr allmählich füllte und zuletzt auch die Plätze im Freien nicht verschmäht wurden.

Dorfcharakter spürbar
Für Gaumenschmaus und musikalische Unterhaltung sorgten der Reitverein, die Musikgesellschaft Tübach sowie das Bergler Duo. Doch die Musik wurde nur von wenigen wahrgenommen – zu angeregt waren die Gespräche der Dorfbewohner. So wurde für Aussenstehende rasch klar, dass sich der Charakter des Dorfes im Festzelt widerspiegelte. Man kennt sich, und auch die Kinder fühlten sich wie daheim.

Landeshymne als Thema
Die Gäste waren etwas verwundert, als plötzlich der Text der Schweizer Landeshymne ausgeteilt wurde. Nicht alle zeigten sich erfreut über den bevorstehenden Gesang. Umso willkommener war der Versuch des Gemeindepräsidenten Michael Götte, eine Verbindung zwischen dem Schweizerpsalm und der heutigen Zeit herzustellen. Obwohl die Gewalten der Natur deutlich machen, wie trotz moderner Technik Hilflosigkeit entstehen kann, forderte Michael Götte die Menschen auf, zu handeln statt zu klagen.

Im Anschluss erhielten die anwesenden Kinder 1.-August-Weggen und Brügeli, die schon den ganzen Abend sehnsüchtig erwartet worden waren. Sie halfen doch über die Enttäuschung hinweg, dass heuer sowohl auf den Funken wie auch auf ein Feuerwerk verzichtet werden musste. Deshalb im benachbarten Horn zu feiern, das kam den Tübachern aber nicht in den Sinn.