Kunstrasenfelder müssen breiter werden

Am 31. Oktober des vergangenen Jahres erfolgte der Spatenstich für den Umbau von zwei Spielflächen in Kunstrasenfelder auf der Regionalen Sportanlage Kellen. Bis zum Saisonstart im Frühling sollen diese spielbereit sein. Das baufreundliche Winterwetter bringt es nun aber mit sich, dass die Arbeiten schon weit fortgeschritten sind und bereits jetzt, nach der Feinplanie, mit dem Einbau des durchlässigen Asphaltbelages begonnen werden könnte.

Erzwungene Winterpause
Laut Goldachs Gemeindepräsident Thomas Würth, auch Präsident des Zweckverbandes der Regionalen Sport- und Freizeitanlage Kellen, mussten die Arbeiten jedoch gestoppt werden, zumal der benötigte Belag während des Winters schlicht und einfach nicht hergestellt wird. «Im Dezember war es zu kalt, um den Belag einzubauen», sagt Thomas Würth, «und nun wo es möglich wäre, bekommen wir ihn nicht.»

Gänzlich unglücklich über den Bauunterbruch ist er jedoch nicht, da «taufrische Vorschriften» des Schweizer Fussballverbandes nun bei den Plätzen noch berücksichtigt werden könnten. Ab 1.-Liga-Niveau sind neu drei Meter breite Sturzräume ab Outlinie vorgeschrieben. Der Verwaltungsrat des Zweckverbandes habe sich diese Woche entschieden, die Plätze entsprechend anzupassen, da nicht auszuschliessen sei, dass diese Vorschriften mittelfristig auch für die 2. Liga gelten würden, und ausserdem müssten die Plätze bei einem eventuellen Aufstieg eines der auf Kellen spielen Vereine in die 1. Liga nachträglich angepasst werden. Die Mehrkosten für das aktuelle Projekt betragen 68 000 Franken. Allerdings geht ein Teil davon zulasten der Finnenbahn, die durch die Verbreiterung der Kunstrasenfelder auf einer Länge von 100 Metern verlegt und erneuert werden muss. Eine Arbeit, die in den nächsten Jahren sowieso angefallen wäre und deshalb als Unterhalt verbucht wird.

Grosses Interesse an Plätzen
Laut Thomas Würth hat sich das Projekt auf Kellen schon weit herumgesprochen, und er wird eingedeckt mit Anfragen von auswärtigen Fussballklubs. «Wir sind davon ausgegangen, dass wir die Plätze in der nicht belegten Zeit vermieten können. Das grosse Interesse, ohne Werbung dafür gemacht zu haben, ist natürlich sehr positiv.»

Wie sieht die Zukunft der Regionalen Sportanlage aus? Als nächstes Projekt könnte sich der Zweckverbandspräsident eine Überdachung der Stehrampe beim Hauptplatz vorstellen. «Nicht nur wegen der Fussballer», betont er , «auch bei Sporttagen der Schulen oder Kindergärten fehlt es an Schatten spendenden Plätzen, für Aktive wie auch für die Zuschauer.»