Krise trifft Gemeinden gering

Am deutlichsten spiegeln sich bei den Gemeinden die wirtschaftlichen Probleme in der gestiegenen Zahl der Arbeitslosen. Hier liegt Rorschach mit 4,5 Prozent am oberen Rand der st. gallischen Regionen. Allerdings mit üblichen Unterschieden – fast parallel zum Ausländeranteil.

Kein Anstieg der Sozialhilfe
Den höchsten Ausländeranteil, zwischen 45 und 35 Prozent, und in gleicher Reihenfolge die höchste Arbeitslosenquote haben Rorschach mit 7,1%, St. Margrethen mit 6,4 und Rheineck mit 5,3.
In typischen Landgemeinden sind viel weniger Einwohner arbeitslos: Mörschwil 1,2%, Berg 1,3%, Untereggen 1,7%, Tübach 1,8%. Der Anstieg wirkt sich bei der Unterstützung durch die Gemeinde aus. Diese stieg 2009 beispielsweise in Rorschach von 400 000 auf 500 000 Franken. Die ganze Sozialhilfe ist aber in der Mehrheit der Gemeinden seit einigen Jahren rückläufig, auch in Rorschach.

Unterschiede bei Betrieben
Die Steuern von Betrieben (juristische Personen) verändern sich unterschiedlich. Gemeinden mit Industrie haben teilweise hohe Einbussen. Steinach zum Beispiel von 1 Mio. 2008 auf unter 0,6 Mio. 2009. Wo Gewerbe dominiert, stiegen diese Steuern mehrheitlich. Markant war das 2009 in Tübach von knapp 0,5 auf 0,7 Mio. Damit nahm diese Gewerbegemeinde von Betrieben mehr ein als Industrienachbar Steinach. Auch in Gemeinden mit vielen Dienstleistungen stiegen diese Steuern 2009 wieder, so in Rorschach von 1,0 auf 1,3 Mio.

Einkommen steigen weiter
Den Grossteil der Steuern erzielen jedoch alle Gemeinden auf Einkommen. Hier hinterlässt die Krise bisher kaum Spuren, haben die meisten Gemeinden mindestens geringen Zuwachs. Am meisten stieg der Steuereingang 2009 in Gemeinden mit wachsender Einwohnerzahl sowie einer Mischung von Gewerbe und Industrie wie Thal oder Rorschacherberg. Sie können den Steuerfuss deshalb weiter senken (siehe Tabelle). Eine der Ausnahmen mit gesunkenen Einkommenssteuern ist Goldach. Hier spiegelt sich aber weniger die Krise, sondern das Ende des Baubooms, womit die Einwohnerzahl wieder sank.

Steuerfuss nähert sich an
Eine Erhöhung des Steuerfusses können die Behörden in allen Gemeinden der Region vermeiden. Goldach kann seinen sehr günstigen allerdings nur halten mit der Erhöhung der Grundsteuer auf Liegenschaften von günstigen 0,4 auf übliche 0,8 Promille. Untereggen kann die Steuer erstmals spürbar senken. Der Unterschied in der Region wird dadurch etwas kleiner. Denn Mörschwil sieht keine Senkung vor – und ist mit 92 Prozent auch nicht mehr steuergünstigste Gemeinde im Kanton, weil Balgach auf 90 senkt.

Krise trifft Gemeinden gering

Am deutlichsten spiegeln sich bei den Gemeinden die wirtschaftlichen Probleme in der gestiegenen Zahl der Arbeitslosen. Hier liegt Rorschach mit 4,5 Prozent am oberen Rand der st. gallischen Regionen. Allerdings mit üblichen Unterschieden – fast parallel zum Ausländeranteil.

Kein Anstieg der Sozialhilfe
Den höchsten Ausländeranteil, zwischen 45 und 35 Prozent, und in gleicher Reihenfolge die höchste Arbeitslosenquote haben Rorschach mit 7,1%, St. Margrethen mit 6,4 und Rheineck mit 5,3.
In typischen Landgemeinden sind viel weniger Einwohner arbeitslos: Mörschwil 1,2%, Berg 1,3%, Untereggen 1,7%, Tübach 1,8%. Der Anstieg wirkt sich bei der Unterstützung durch die Gemeinde aus. Diese stieg 2009 beispielsweise in Rorschach von 400 000 auf 500 000 Franken. Die ganze Sozialhilfe ist aber in der Mehrheit der Gemeinden seit einigen Jahren rückläufig, auch in Rorschach.

Unterschiede bei Betrieben
Die Steuern von Betrieben (juristische Personen) verändern sich unterschiedlich. Gemeinden mit Industrie haben teilweise hohe Einbussen. Steinach zum Beispiel von 1 Mio. 2008 auf unter 0,6 Mio. 2009. Wo Gewerbe dominiert, stiegen diese Steuern mehrheitlich. Markant war das 2009 in Tübach von knapp 0,5 auf 0,7 Mio. Damit nahm diese Gewerbegemeinde von Betrieben mehr ein als Industrienachbar Steinach. Auch in Gemeinden mit vielen Dienstleistungen stiegen diese Steuern 2009 wieder, so in Rorschach von 1,0 auf 1,3 Mio.

Einkommen steigen weiter
Den Grossteil der Steuern erzielen jedoch alle Gemeinden auf Einkommen. Hier hinterlässt die Krise bisher kaum Spuren, haben die meisten Gemeinden mindestens geringen Zuwachs. Am meisten stieg der Steuereingang 2009 in Gemeinden mit wachsender Einwohnerzahl sowie einer Mischung von Gewerbe und Industrie wie Thal oder Rorschacherberg. Sie können den Steuerfuss deshalb weiter senken (siehe Tabelle). Eine der Ausnahmen mit gesunkenen Einkommenssteuern ist Goldach. Hier spiegelt sich aber weniger die Krise, sondern das Ende des Baubooms, womit die Einwohnerzahl wieder sank.

Steuerfuss nähert sich an
Eine Erhöhung des Steuerfusses können die Behörden in allen Gemeinden der Region vermeiden. Goldach kann seinen sehr günstigen allerdings nur halten mit der Erhöhung der Grundsteuer auf Liegenschaften von günstigen 0,4 auf übliche 0,8 Promille. Untereggen kann die Steuer erstmals spürbar senken. Der Unterschied in der Region wird dadurch etwas kleiner. Denn Mörschwil sieht keine Senkung vor – und ist mit 92 Prozent auch nicht mehr steuergünstigste Gemeinde im Kanton, weil Balgach auf 90 senkt.