Jetzt sollen Bagger auffahren

Für Gemeindepräsident Michael Götte wurde die Versammlung ein durchschlagender Erfolg. Neben Gratulationen durch Gemeinderat Bruno Gschwend und Kirchenpräsident Dominik Granwehr für die glanzvolle Wiederwahl in den Kantonsrat bewilligten die 157 anwesenden Stimmbürger beide Kredite sowie Rechnung 2007 und Voranschlag 2008.

Schöne Aussicht erhalten
Götte verwies auf wichtige Projekte, welche teilweise realisiert wurden (Sanierungen von Schulhaus und Mehrzweckgebäude) und auf weitere, die in Tübach Wandel bringen sollen (Dorfplatz-Gestaltung, Alterswohnen, Überbauung Hermet, Zonenplan-Revision). «Es wurde genug geplant, jetzt müssen die Baumaschinen auffahren», forderte er.

Beim Zonenplan soll das Projekt Hermet vorgezogen werden. In einer ersten Etappe genehmigten die Stimmbürger 2,1 Mio. Fr. für den Kauf von 8323 Quadratmeter Land, 80 000 Fr. für die Bebauungsplanung sowie die Ermächtigung des Gemeinderates, das Bauland parzellenweise zu verkaufen. Götte sagte, die schöne Aussicht müsse erhalten bleiben. Zudem solle das Projekt für die Gemeinde keinerlei Risiken enthalten. Eine ausserordentliche Bürgerversammlung soll dann über die Umzonung und die Ausübung des Kaufrechts für weitere 9300 Quadratmeter entscheiden.

Eigenes Trinkwasser
Bei Berichten der Gemeinderäte aus ihren Ressorts erläuterte Ernst Locher, dass das Wasserrad Aachmühle reaktiviert wurde und ab Ende März Strom für etwa 30 Haushalte liefern soll. Als Ersatz für zwei Grundwasserversorgungen in Horn sowie eine in Tübach (Mühlof) warb er eindringlich für den Bau einer Grundwasserversorgung im Gebiet Langeten gemeinsam mit Horn. Für das Pumpwerk werde 75 Meter tief gebohrt, das Wasser müsse nicht aufbereitet werden, die Qualität werde aber mittels UV-Prozess stets überwacht. Seinem Aufruf, den Tübachs Kreditanteil von 1,2 Mio. Fr. zuzustimmen, folgten die Stimmbürger.

Zur Schule verwies Schulpräsident Bruno Gschwend auf grosse Änderungen ab dem Schuljahr 2008/09, unter anderen Blockzeiten und Mittagstisch. Dazu ist auf Donnerstag, 22. Mai, eine Informationsveranstaltung angesetzt.

Gemeinderätin Yvonne Bienvenu orientierte, dass der Friedhof Tübach wegen seiner lehmigen Unterlage für Bestattungen nicht ideal sei. Über das Resultat der bei einem Landschaftsarchitekten in Auftrag gegebenen Abklärungen und allfällige Massnahmen werde so bald wie möglich berichtet. Gemeinderat Peter Amman verwies auch auf den bedeutenden aktiven Bevölkerungsschutz und das immer noch wichtige Bestehen einer eigenen Feuerwehr.

Kein Auf und Ab beim Steuerfuss
Der überraschend hohe Ertragsüberschuss in der Rechnung 2007 (gut 418 000 Fr.) sei insbesondere über nicht vorhersehbare Mehreinnahmen an Steuern entstanden, begründete Gemeindepräsident Götte. Trotz guter Rechnung und nur leichten Defizits im Voranschlag 2008 (41 300 Fr.) möchte der Gemeinderat den im vergangenen Jahr um 12 auf 115 Prozent angehobenen Steuerfuss vorderhand beibehalten. Denn es warteten grosse Aufgaben. «Und es bringt nichts, wenn wir beim Steuerfuss ein ständiges Auf- und Ab um ein bis zwei Prozent beschliessen». Dazu sagten die Bürger ebenso ja wie zu drei Einbürgerungen deutscher Staatsbürger.