«Jetzt hat das Studium Vorrang»

Ein gutes Jahr nachdem die Kantonsschülerin Jenni Piras mit der Gruppe Musica Helvetica Iuvenilis als Botschafterin der Schweizer Volksmusik die russische Föderation bereist hatte, unterhielten wir uns wieder mit der jungen Akkordeonistin.

Diese hatte schon im August vergangenen Jahres gemeldet, bald ihr Betriebswirtschaftsstudium an der Universität St. Gallen aufnehmen zu wollen. Jetzt habe, erklärte sie im kürzlichen Gespräch, natürlich das Studium Vorrang und die Musik müsse etwas in den Hintergrund treten.

Ab und zu noch Kontakte
Doch ihre Russland-Fahrt, auf welcher die Gruppe fünfzehn Konzerte gab, vor Angehörigen der Regierung auftrat und die 1.-August-Feier bei der Schweizer Botschaft in Moskau mitgestaltete, hat Jenni Piras ein Stück weit schon geprägt. So macht sie sich seit einem Jahr rege mit der russischen Sprache vertraut, ein Zeichen dafür, dass sie wieder einmal in das Land reisen und vielleicht auch andere Gegenden dort kennenlernen möchte. Sie freut sich auch, wenn ab und zu Erinnerungen wieder auftauchen oder Kontakte von damals gepflegt werden, etwa mit Schweizer Musikerinnen und Musikern, welche vor einem Jahr mit dabei waren. – Das Studium geniesst Vorrang, doch die Musik kommt deshalb nicht allzu kurz. Sonst würden Jenni Piras und ihr Zwillingsbruder Donat in ihrem musikalischen Bereich nicht weiterhin zu den Besten gehören, die unser Land zu bieten hat. So war Jenni am Schweizer Jodlerfest in Luzern und am Eidgenössischen Ländlermusikfest in Stans dabei und wurde zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Donat als beste Jungmusikanten der Schweizer Volksmusik ausgezeichnet.

Auftritte auch in der Region
Ihr nationaler und internationaler Ruhm hindert die Akkordeonistin und Jodlerin, welche auch die Mandoline spielt, nicht daran, auch in der eigenen Region an kleineren Festen aufzutreten und damit Freude zu machen. Wir erwähnen da den Unterhaltungsabend des Jodlerklubs Echo vom Bodensee in Arbon, an welchem Jenni und David Piras als Formation Sternecheibe mitwirkten.

Wenn sich am kommenden Samstag zahlreiche Akkordeonistinnen und Akkordeonisten treffen, um an der Olma ein grosses Konzert zu geben, ist auch Jenni Piras wieder mit dabei. Darüber freut sich auch Ruedi Wachter, der in Rorschach eine Akkordeonschule betreibt und bei welchem sich die Geschwister Piras ihre ersten Kenntnisse auf dem Akkordeon geholt hatten.