JA zur Erweiterung der Schulanlage

Gemeindepräsident Michael Götte konnte am Freitagabend eine rekordverdächtige Anzahl Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Mehrzweckhalle Tübach begrüssen. Knapp 210 Personen beteiligten sich an der ordentlichen Bürgerversammlung. "Ich bin gespannt, ob in einer anderen St. Galler Gemeinde ebenfalls eine Stimmbeteiligung von über 23 Prozent erreicht wird – vielen Dank für ihr Interesse!" so Götte.
Die besonders grosse Stimmbeteiligung stand wohl im Zusammenhang mit dem Traktandum 3, bei welchem es um den Baukredit von über 5 Mio. Franken für die Erweiterung der Schulanlage Hermet ging. Das Projekt gab im Vorfeld zur Bürgerversammlung zu Diskussionen Anlass, da einzelne Bürgerinnen und Bürger mit den Konsequenzen von "MAX und MORITZ" nicht einverstanden waren. Zwar waren sich alle einig, dass das für Tübach richtige Bauprojekt den Wettbewerb gewonnen hatte. Dieses fordere aber einen zu hohen Preis, so die Gegner.
Das Projekt MAX und MORITZ besteht aus zwei separat angeordneten Erweiterungsbauten. In einem Gebäude ist der Doppelkindergarten vorgesehen. Eine Arbeitsgruppe war der Meinung, diesen Ersatzbau für den Kindergarten brauche es nicht und der jetzige Zustand sei optimal. Dieses Anliegen wurde allerdings zu einem denkbar späten Zeitpunkt formuliert. Gemeindepräsident Götte betonte, dass die Bürgerschaft vor Jahresfrist die Schulhausplanung einstimmig lanciert hatte und der Doppelkindergarten Bestandteil dieser Planung war.
Eine grosse Mehrheit der Anwesenden war sich letztlich einig, dass das Projekt im ursprünglichen Umfang realisiert  und nicht plötzlich redimensioniert werden soll. Zahlreiche Diskussionsrednerinnen und -redner unterstützten den Antrag des Gemeinderates mit der Überzeugung, eine sinnvolle Investition in die Zukunft zum richtigen Zeitpunkt zu tätigen. "Machen wir es jetzt – und machen wir es richtig", so ein Votant.