Investition für breitere Sortierung

Seit dem Jahr 2001 ist die einst in Rorschach gegründete Unternehmung Zingg Industrieabfälle AG im nördlichen Teil Tübachs, an der Staatsstrasse Goldach–St. Gallen, domiziliert. Bereits beim damaligen Bau sei der Plan ins Auge gefasst worden, neben einer Halle für Stahlschrott auch eine Halle für Buntmetall zu erstellen. Nun will man dieses Anliegen bald in Angriff nehmen, wie Geschäftsinhaber Erich Zingg darlegt.
Qualität vertiefen
Die Tübacher Firma will bei der Sortierung der Stoffe noch vertiefter tätig sein. «Nach dem Bau der Halle wollen wir mehr verschiedene Qualitäten innerhalb der gleichen Sorte unter Dach aufbereiten.» Dadurch soll das Aufbereiten, Sortieren und Lagern in grösseren einheitlichen Mengen bis zu 24 Tonnen – was einem Lastwagen-Fassungsvermögen entspreche – möglich werden.

Halbes Jahr Bauzeit
Die sich in Planung befindende Halle – in den vergangenen Tagen wurde durch die Gemeinde Tübach das Bauauflage-Verfahren eröffnet – soll eine Fläche von 30 mal 70 Meter mit einer Höhe von 16 Metern umfassen. Insgesamt wird ein Gelände, nordöstlich des jetzigen Standorts gelegen, von rund 10 000 Quadratmetern benötigt. Die Sache müsse auch von den kantonalen Instanzen – Amt für Umwelt – überprüft werden.

Ziel wäre der Baubeginn im kommenden Winter oder Frühjahr, hofft Erich Zingg. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa einem halben Jahr.»

Unterstände für Lagerung
Unmittelbar der Grundstücksgrenze entlang sei zusätzlich der Bau von überdachten Unterständen geplant, sagt Erich Zingg. Ziel dabei sei, dass auch das Leergebinde trocken gelagert werden und somit nur trockenes und meteorwasserfreies Gebinde für emulsionshaltige Abfälle gestellt werden könne, erklärt Erich Zingg. Unter dem Hallendach würden bei der Lagerung die Materialien weiter abtropfen. «Die abtropfende Flüssigkeit wird in einer Spaltanlage nach Öl und Wasser getrennt. Das übrigbleibende Wasser erfüllt danach die Kriterien, um zur Abwasserreinigungsanlage zu gelangen.»

Durch das Verfahren mit dichten Gebinden werde verhindert, dass beim Transport und während der Standzeit beim Kunden Öl oder emulsionshaltiges Wasser ausfliessen könne, so Erich Zingg.

Zwei bis fünf Arbeitsplätze
Erich Zingg rechnet, dass durch den Bau der neuen Halle zu den bisherigen 26 Arbeitsplätzen eine Ausweitung um zwei bis fünf Arbeitsplätze erforderlich wird. Dabei sei sicher auch die Schaffung einer weiteren Lehrstelle in der Ausbildung zum Recyclisten zu erwarten. Obwohl das Jahr 2009 in der Metallbranche wirtschaftlich schwierig gewesen sei, wolle man jetzt, eher antizyklisch, den lange gehegten Wunsch der zweiten Halle in Angriff nehmen. Erich Zingg erwähnt, dass in wirtschaftlich guten Zeiten Reserven angelegt wurden, welche nun diese Investition ermöglichen.

Nicht zuletzt sei dieser Erweiterungsbau auch ein Bekenntnis zum Standort auf dem Gemeindegebiet von Tübach. Die Anbindung über Schiene und an das Strassennetz sei ein Wertfaktor.